AfD-Kreis­vor­stand sagt Par­tei­tag in Belm ab

Grund sei­en Si­cher­heits­be­den­ken von Ord­nungs­be­hör­den – Po­li­zei wi­der­spricht

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrücker Land - Von Mar­cus Al­wes

Der AfD-Kreis­ver­band hat sei­nen für heu­te ge­plan­ten Son­der­par­tei­tag in Belm ab­ge­sagt.

Die Ab­sa­ge geht aus ei­nem in­ter­nen Schrei­ben des Vor­stan­des an die ca. 110 Par­tei­mit­glie­der aus Stadt und Land­kreis her­vor, das un­se­rer Zei­tung vor­liegt. Der Schritt wird mit an­geb­li­chen Si­cher­heits­be­den­ken von Ord­nungs­be­hör­den be­grün­det und der Tat­sa­che, dass Belm zu­letzt in ei­nem Be­richt un­se­rer Zei­tung als Ver­an­stal­tungs­ort der Na­tio­nal­kon­ser­va­ti­ven ge­nannt wur­de.

„Die Staats­schutz­ab­tei­lung der Po­li­zei hat uns nun mit­ge­teilt, dass es we­gen die­ser Ver­öf­fent­li­chung zu Stö­run­gen durch AfD-Geg­ner kom­men kön­ne“, schrei­ben der AfDVor­sit­zen­de Da­ni­el Wolf (Mer­zen) und Vor­stands­mit­glied Gerd Grau­ne (Os­ter­cap­peln) in ei­ner Mail an die Mit­glie­der. „We­gen der nicht ein­schätz­ba­ren Si­cher­heits­la­ge für Ver­an­stal­tungs­ort und Be­su­cher hat uns der Staats­schutz ein­dring­lich emp­foh­len, wenn mög­lich, den Par­tei­tag zu ver­schie­ben“, heißt es wei­ter. „Bei ei­nem klei­nen Ort wie Belm ist es na­tür­lich kein Pro­blem, die Ver­an­stal­tungs­an­schrift her­aus­zu­fin­den“, un­ter­stellt das Duo.

Zu dem au­ßer­or­dent­li­chen Kreis­par­tei­tag hat­ten der Vor­sit­zen­de Wolf so­wie die „Vi­ze“Grau­ne und Hart­wig Kno­ops (Wal­len­horst) ein­ge­la­den, weil 16 ak­ti­ve Mit­glie­der des Kreis­ver­ban­des Os­na­brück die­ses sat­zungs­kon­form be­an­tragt hat­ten. Hin­ter­grund sind schwe­re Ver­wer­fun­gen und Strei­tig­kei­ten in­ner­halb der Par­tei­or­ga­ni­sa­ti­on. Der Kreis­vor­stand steht da­bei stark in der Kri­tik. Das soll­te u. a. The­ma der Ta­gung in Belm sein. Auf Dis­tanz zum Füh­rungs­gre­mi­um und des­sen Vor­ge­hens­wei­se war da­bei zu­letzt auch die vier­köp­fi­ge Kreis­tags­frak­ti­on der AfD ge­gan­gen.

Aus Rei­hen der Vor­stands­kri­ti­ker wur­de in­zwi­schen an­ge­kün­digt, prü­fen zu las­sen, ob es tat­säch­lich Si­cher­heits­be­den­ken der Po­li­zei ge­gen die Aus­tra­gung des Kreis­par­tei­ta­ges ge­ge­ben ha­be – und ob wirk­lich ei­ne Ab­sa­ge emp­foh­len wor­den sei. Ein­zel­ne Mit­glie­der he­gen Zwei­fel an der Darstel­lung von Wolf und Grau­ne. Die­se wer­den in­zwi­schen durch ei­ne Stel­lung­nah­me ei­ner Os­na­brü­cker Po­li­zei­spre­che­rin be­kräf­tigt. Mit Blick auf die Wolf-Be­haup­tun­gen sag­te sie: „Die Po­li­zei hat in die­ser Sa­che nichts emp­foh­len.“

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