Job­zu­gang für Flücht­lin­ge bleibt schwie­rig

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Seit ei­nem Jahr ha­ben Asyl­su­chen­de leich­te­ren Zu­gang zum Ar­beits­markt, aber die In­te­gra­ti­on in den Be­trie­ben bleibt schwie­rig. Dies er­gab ei­ne Um­fra­ge bei Ar­beits­agen­tu­ren und Han­dels­kam­mern in den Bun­des­län­dern. Die Spre­che­rin der BA-Re­gio­nal­di­rek­ti­on Nie­der­sach­sen und Bre­men, Son­ja Kaz­ma, sag­te: „Was von der Rechts­la­ge her mög­lich wä­re, schei­tert in der Pra­xis meist an feh­len­den Sprach- und be­rufs­fach­li­chen Kennt­nis­sen, die erst er­wor­ben wer­den müs­sen.“

Gleich­wohl sieht Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin Andrea Nah­les (SPD) ei­nen Er­folg im Weg­fall der Vor­rang­prü­fung. Im Au­gust 2016 wur­de die­ses bü­ro­kra­ti­sche Hin­der­nis für Flücht­lin­ge in 133 von 156 Agen­tur­be­zir­ken der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) für drei Jah­re aus­ge­setzt. Zu­vor prüf­te die BA, ob Deut­sche, EU-Bür­ger oder Aus­län­der mit un­ein­ge­schränk­tem Ar­beits­markt­zu­gang für ei­nen Job ver­füg­bar wa­ren, be­vor ein Flücht­ling zum Zu­ge kam. Nah­les sag­te: „Durch die Neu­re­ge­lung konn­ten bis­lang mehr als 7000 Flücht­lin­ge ei­ne Ar­beit auf­neh­men, die sonst zur Un­tä­tig­keit ver­dammt ge­we­sen wä­ren.“

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