Was ist ein Elm?

Über ei­nen Hü­gel in Wes­ter­kap­pelns Sü­den

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost - Von Vin­cent Buß

In Wes­ter­kap­pelns Sü­den liegt mit­ten in La­da der Elm. Auch die Nach­bar­schaft trägt den Elm im Na­men, wie ei­ne Ta­fel am Hiäl­weg in­for­miert. Was Elm hei­ßen könn­te, das wis­sen die Nach­barn „Rund um den Elm“al­ler­dings auch nicht so ge­nau.

Der Elm ist ei­ne deut­li­che Er­hö­hung mit run­der Kup­pe, ge­nau­er han­delt es sich um die weit­läu­fi­gen La­da­er Esch­flä­chen. „Ich dach­te im­mer, der Elm ist der Esch­hü­gel, um den wir hier al­le woh­nen“, meint El­len Stall­jo­hann. Sprach­lich hat Elm al­ler­dings nichts mit ei­nem Hü­gel zu tun.

Dass der Elm auf ei­ner An­hö­he liegt, mag viel­leicht an die süd­deut­sche Alm er­in­nern, aber auch hier gibt es kei­ne ge­mein­sa­me Ety­mo­lo­gie: Die seit et­wa 1400 aus Alp her­vor­ge­gan­ge­ne Alm ist näm­lich nur in Süd­deutsch­land ge­bräuch­lich, da Alm von Alp und Alp von den Al­pen kommt.

Die Er­hö­hung passt aber zum Elm na­he Braun­schweig, dort trägt ein be­wal­de­ter Hö­hen­zug den Na­men Elm. Sprach­lich na­he­lie­gend wä­re ein Be­zug zu Ul­me, frü­her Elm oder El­me ge­nannt.

Ul­men fin­den sich rund um den Elm in La­da al­ler­dings kei­ne,

Der Elm ist seit Ge­ne­ra­tio­nen Acker­land. „Kein Baum – kein Strauch, das war hier im­mer Acker“, sind sich Wilhelm

Nord­siek und El­len Stall­jo­hann ei­nig.

Le­dig­lich am Süd­hang des Elm gibt es noch sicht­lich al­te Wei­den und auf­fal­lend vie­le Eschen. Letz­te­re wur­den frü­her als Espen be­zeich­net, von El­men al­so kei­ne Spur. Eschen und Ul­men kom­men zwar häu­fi­ger zu­sam­men vor, und ein mit Ul­men durch­wirk­ter Wald könn­te im Lau­fe der Jahr­hun­der­te ab­ge­holzt wor­den sein. Wirk­lich über­zeu­gen kann die Ul­men-Theo­rie auf dem Vel­per Elm al­ler­dings nicht.

Na­he­lie­gen­der ist da die sprach­li­che An­bin­dung an das west­fä­li­sche ‚elm, ilm‘ was so viel wie lo­cke­rer Bo­den be­deu­tet. Der san­dig­leh­mi­ge Esch­bo­den dürf­te in Ver­bin­dung mit der Plag­gen­wirt­schaft auf­fal­lend leich­ter zu be­wirt­schaf­ten ge­we­sen sein als die leh­mig-to­ni­gen Flä­chen in den Sen­ken.

Ein gu­ter Teil der Esch­flä­chen ge­hör­te frü­her zum al­ten Hof Mey­er zu La­da, wie Nord­siek be­rich­tet. Das gilt auch für das hof­na­he Elm­stück. Wei­te­re Flur­stü­cke in La­da hei­ßen El­men­stück, un­tern El­ben oder El­be­bree­de – wo­bei die bei­den letz­te­ren

sprach­lich auch dem Elm zu­ge­ord­net wer­den. Auf der öst­li­chen Spit­ze steht heu­te das Um­spann­werk.

Dass Elm un­ter­schwel­lig ei­nen düs­te­ren An­klang hat, dürf­te vom Gru­sel­film „Night­ma­re on Elm Street“her­rüh­ren. Gru­se­lig ist es auf dem Vel­per Elm aber gar nicht: im kom­men­den Jahr fei­ert die weit­läu­fi­ge Nach­bar­schaft, die bis auf die an­de­re Sei­te der Bun­des­stra­ße reicht und zu der auch die al­ten Hö­fe Wils­mann, Schwer­mann und Simon ge­hö­ren, 85-jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um. Die Nach­barn

Seit mehr als 60 Jah­ren zählt Mi­ni­golf zu den be­lieb­ten Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen. In Os­na­brück und Um­ge­bung gibt es zahl­rei­che tra­di­tio­nel­le und neue An­la­gen. Hier ei­ne Aus­wahl.

Am west­li­chen Stadt­rand von Os­na­brück liegt die Mi­ni­golf­an­la­ge am Rub­ben­bruch­see, Am Ba­ren­teich 2a. Auf je­weils 18 Bah­nen kann Mi­ni­golf und Mi­nia­tur­golf ge­spielt wer­den. Die Sport­ar­ten un­ter­schei­den sich be­züg­lich Spiel­flä­che und Hin­der­nis­sen. Au­ßer­dem wird Pit Pat an­ge­bo­ten, ei­ne Kom­bi­na­ti­on aus Mi­ni­golf und Bil­lard. Zur Stär­kung wer­den Ge­trän­ke, Eis und Snacks ver­kauft.

In den Som­mer­fe­ri­en ist die An­la­ge mon­tags bis sams­tags von 10 bis 12 Uhr ge­öff­net und dann ab 13,30 Uhr bis zum Ein­bruch der Dun­kel­heit. Der letz­te Ein­lass ist ei­ne St­un­de vor Ein­set­zen der Däm­me­rung. Sonn­tags gibt es kei­ne Mit­tags­pau­se. Für Ein­zel­kar­ten zah­len Kin­der bis 14 Jah­re 2,20 Eu­ro, Ju­gend­li­che bis 18 Jah­re und Stu­den­ten 2,70 Eu­ro und Er­wach­se­ne 3,20 Eu­ro. Mehr In­for­ma­tio­nen und Pis­ten­plä­ne auf www.mi­ni­golf-os­nabru­eck.de.

An­la­ge in Rul­le

Im Net­te­tal zwi­schen Wal­len­horst-Rul­le und Os­na­brück-Has­te ist eben­falls ei­ne Mi­ni­golf­an­la­ge zu fin­den, die idyl­lisch am Hang ober­halb des Gast­hau­ses Knoll­mey­er ge­le­gen ist. Ge­öff­net sind die Bah­nen ab 10 Uhr bis ei­ne St­un­de vor Son­nen­un­ter­gang. Vor Ort gibt es Ge­trän­ke und Eis. Kin­der bis 14 Jah­re zah­len Ei­ne ru­hi­ge Hand und ein gu­tes Au­gen­maß sind nö­tig, um beim Mi­ni­golf den Ball mit mög­lichst we­nig Schlä­gen ins Loch zu be­för­dern.

3 Eu­ro, Ju­gend­li­che bis 17 Jah­re 3,50 Eu­ro und Er­wach­se­ne 4 Eu­ro. Die Adres­se lau­tet Im Net­te­tal 3, 49134 Wal­len­horst-Rul­le. Mehr In­for­ma­tio­nen auf der Web­sei­te: www.mi­ni­golf-net­te­tal.de.

Auch im Kur­gar­ten in Bis­sen­dorf-Sch­le­de­hau­sen kann Mi­ni­golf ge­spielt wer­den. Ge­ne­rell ist die An­la­ge sams­tags ab 15 Uhr und sonn­tags ab 13 Uhr bis je­weils 19 Uhr ge­öff­net. Auf An­fra­ge kön­nen Be­su­cher auch un­ter der Wo­che spie­len, sie­he da­zu die Web­sei­te www.mi­ni­golf-sch­le­de­hau­sen.jim­do.com. Kin­der von fünf bis zehn Jah­ren zah­len 1,50 Eu­ro, bis 17 Jah­re 2 Eu­ro und Er­wach­se­ne 3 Eu­ro. Die Schü­ler­ge­nos­sen­schaft Coo­le Schu­le be­treibt die Mi­ni­golf­an­la­ge am Süd­ring 43 in Georgsmarienhütte. In den Fe­ri­en ist die An­la­ge mitt­wochs

bis sams­tags von 13 bis 18 Uhr und sonn­tags von 12 bis 18 Uhr ge­öff­net, mon­tags und diens­tags ge­schlos­sen. Ei­ne Spiel­run­de kos­tet 2,50 Eu­ro, er­mä­ßigt 1,50 Eu­ro, Kin­der bis 14 Jah­re zah­len 1 Eu­ro, Fe­ri­en­passin­ha­ber der Städ­te Os­na­brück und Georgsmarienhütte nur 50 Cent.

Ganz be­son­de­re Pis­ten be­sitzt die Aben­teu­er­golf­an­la­ge in Teck­len­burg an der Kö­nig­stra­ße 4. Auf 18 Par­cours wer­den Teck­len­bur­ger Land­schaf­ten nach­ge­bil­det, bei­spiels­wei­se die Dö­ren­ther Klip­pen. Find­lin­ge, um­ge­stürz­te Bäu­me und Holz­brü­cken bil­den die Hin­der­nis­se. Die An­la­ge ist täg­lich von 10.30 bis 19.30 Uhr ge­öff­net, letz­ter Ein­lass ist um 18 Uhr. Ab 13 Jah­ren kos­ten Ein­zel­kar­ten 8,50 Eu­ro, für jün­ge­re Kin­der 6 Eu­ro. Ge­spielt wer­den

darf zwei St­un­den. Mehr In­for­ma­tio­nen auf www.aben­teu­er­golf-teck­len­burg.de.

Ei­ne wei­te­re Va­ri­an­te bie­tet die Swin­golf­an­la­ge in Ib­ben­bü­ren. Weil die Re­geln ein­fa­cher und die Pis­ten klei­ner sind als beim tra­di­tio­nel­len Golf, brau­chen Be­su­cher nur ei­ne kur­ze Ein­füh­rung, um los­zu­le­gen. Mitt­wochs bis frei­tags öff­net die An­la­ge um 14 Uhr, am Wo­che­n­en­de um 10 Uhr. Bis zwei St­un­den vor Däm­me­rung wer­den Schlä­ger aus­ge­ge­ben. Kin­der bis 14 Jah­re zah­len 7 Eu­ro, äl­te­re Per­so­nen 10 Eu­ro. Die Adres­se lau­tet Müns­ter­stra­ße 222 in 49479 Ib­ben­bü­ren. Mehr auf www.swin­golf-ib­ben­bue­ren.de.

Fe­ri­en­spaß: Wei­te­re Frei­zeit­tipps fin­den Sie auf noz.de/fe­ri­en

Je­de Men­ge Eschen gibt es an die­sem Weg am Süd­hang, von Ul­men je­doch kei­ne Spur.

„Rund um den Elm“fei­ern im kom­men­den Jahr ein gro­ßes Ju­bi­lä­um.

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