Zwei zu­sätz­li­che Kräf­te

Dis­kus­si­on um Sonn­tags­ar­beit im Os­na­brü­cker Ser­vice­be­trieb be­en­det

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Die Dis­kus­si­on um die re­gel­mä­ßi­ge Sonn­tags­rei­ni­gung der Os­na­brü­cker In­nen­stadt dürf­te seit Mitt­woch­abend be­en­det sein. Da be­schloss der für den Os­na­brü­cker Ser­vice­be­trieb zu­stän­di­ge Aus­schuss die Ein­stel­lung zwei­er neu­er Mit­ar­bei­ter.

Grund­la­ge für die Neu­ein­stel­lun­gen ist ei­ne Be­triebs­ver­ein­ba­rung zwi­schen der OSB-Lei­tung und dem Per­so­nal­rat des städ­ti­schen Un­ter­neh­mens, die ei­ne re­gel­mä­ßi­ge sonn- und fei­er­täg­li­che Rei­ni­gung vor al­lem der Fuß­gän­ger­zo­ne und des Schloss­gar­tens, aber auch zu­sätz­lich der Flä­chen am Rub­ben­bruch­see, des Theo­dorHeuss-Plat­zes und im Be­darfs­fall auch rund um das Sta­di­on Bre­mer Brü­cke mög­lich macht. Bis­lang muss­te über das Ja oder Nein ei­ner Rei­ni­gung im In­di­vi­du­al­fall ent­schie­den und die da­für be­nö­tig­te Ar­beits­zeit als Über­stun­den in ei­nem ent­spre­chen­den Ver­fah­ren mit Ab­stim­mung zwi­schen Per­so­nal­rat und Be­triebs­lei­tung ge­neh­migt wer­den. Die­ses um­ständ­li­che Pro­ze­de­re ist nun vom Tisch, die Rei­ni­gung so­zu­sa­gen im Di­enst­plan der OSB-Mit­ar­bei­ter in­sti­tu­tio­na­li­siert.

Durch die Neu­ein­stel­lun­gen wer­den die Über­stun­den re­du­ziert. Gleich­zei­tig soll ein lang­fris­tig wir­ken­der Di­enst­plan laut OSB-Chef Axel Raue den Mit­ar­bei­tern mög­lichst ver­läss­li­che Ar­beits­zei­ten si­chern.

Zwar ist die Di­enst­ver­ein­ba­rung noch nicht vom Per­so­nal­rat un­ter­schrie­ben, Raue rech­net aber da­mit, dass dies in den kom­men­den Ta­gen ge­sche­hen wird. „Ich ha­be schon un­ter­schrie­ben“, so Raue im Aus­schuss. Es müss­te viel­leicht noch über ei­ni­ge De­tails ge­spro­chen wer­den, er ge­he aber von ei­ner Zu­stim­mung des Per­so­nal­ra­tes aus.

Quer durch die Frak­tio­nen nah­men die Aus­schuss­mit­glie­der die Nach­richt mit Wohl­wol­len ent­ge­gen. End­gül­tig wird der Rat in sei­ner Sit­zung An­fang Sep­tem­ber über die Stel­len­auf­sto­ckung ent­schei­den. Der Aus­schuss leis­te­te aber am Mitt­woch mit sei­nem ein­stim­mi­gen Be­schluss, die Stel­len zu ge­neh­mi­gen, wenn die Di­enst­ver­ein­ba­rung un­ter­schrie­ben ist, die nö­ti­ge Vor­ar­beit für ein po­si­ti­ves Vo­tum des Ra­tes. Die Aus­schrei­bung soll mög­lichst zeit­nah er­fol­gen, um ei­ne zü­gi­ge Um­set­zung der Di­enst­ver­ein­ba­rung zu ge­währ­leis­ten.

Das The­ma Sonn­tags­rei­ni­gung hat­te Po­li­tik und Ver­wal­tung weit über ein Jahr be­schäf­tigt. In­vol­viert war auch das Ge­wer­be­auf­sichts­amt, dass zu­nächst ei­ne re­gel­mä­ßi­ge Sonn­tags­ar­beit für die OSB-Mit­ar­bei­ter un­ter­sagt hat­te. Die Ein­zel­fall­rei­ni­gun­gen wur­den in der Fol­ge vor al­lem auch mit dem Ar­gu­ment der Ge­fah­ren­ab­wehr (un­ter an­de­rem Ge­fahr des An­stiegs der Rat­ten­po­pu­la­ti­on) ge­neh­migt. Die durch den Weg­fall der sonn­täg­li­chen Rei­ni­gung vor al­lem ab dem Früh­jahr zu be­ob­ach­ten­de zu­neh­men­de Ver­mül­lung der In­nen­stadt und vor al­lem auch des Schloss­gar­tens hat­te auch in der Be­völ­ke­rung mas­si­ve Pro­tes­te her­vor­ge­ru­fen.

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