Stadt­wer­ke-Bi­lanz fällt po­si­tiv aus

Drei Mil­lio­nen Eu­ro für die Stadt, ei­ne Mil­li­on für die Rück­la­ge

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Die Stadt­wer­ke Os­na­brück (SWO) ha­ben auf ih­rer Haupt­ver­samm­lung den Jah­res­ab­schluss 2016 vor­ge­stellt. Das Er­geb­nis in Hö­he von vier Mil­lio­nen Eu­ro fließt mit drei Mil­lio­nen Eu­ro an die Stadt, ei­ne Mil­li­on Eu­ro geht in die Ge­winn­rück­la­ge der SWO.

Ste­phan Rol­fes und Chris­toph Hüls prä­sen­tier­ten der vom Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­den Ober­bür­ger­meis­ter Wolf­gang Grie­sert ge­lei­te­ten Ver­samm­lung nicht nur die nack­ten Zah­len. Bei­de SWOVor­stän­de blick­ten im Bei­sein des für das jetzt bi­lan­zier­te Jahr 2016 noch zu­stän­di­gen und zum En­de des ver­gan­ge­nen Jah­res in den Ru­he­stand ver­ab­schie­de­ten Manfred Hüls­mann auf die er­le­dig­ten Auf­ga­ben zu­rück. Da­zu ge­hör­ten die Aus­glie­de­rung der SWO-Netz eben­so wie der Ha­fen­ge­burts­tag. Hüls be­nann­te aber auch die Her­aus­for­de­run­gen der Zu­kunft und führ­te hier un­ter an­de­rem die dem Un­ter­neh­men aus dem de­mo­gra­fi­schen Wan­del er­wach­sen­den Auf­ga­ben an. Nach Hüls’ Wor­ten wer­den in den kom­men­den Jah­ren al­lein 60 Pro­zent der Bus­fah­rer in den Ru­he­stand ge­hen. Aber auch der Wan­del auf dem Sek­tor Ener­gie wer­de von den Stadt­wer­ken zu stem­men sein. Mit der in den Start­lö­chern ste­hen­den Um­stel­lung des ÖPNV auf Elek­tro­bus­se wapp­ne sich das „Un­ter­neh­men Le­bens­qua­li­tät“eben­so für die Zu­kunft wie zum Bei­spiel mit ei­nem Kom­plett­an­ge­bot zur So­lar­ener­gie­nut­zung für Haus­ei­gen­tü­mer.

Die Ver­tre­ter der Rats­frak­tio­nen – Fritz Brick­wed­de (für CDU und BOB), Jens Mar­tin (SPD), Michael Ha­ge­dorn (Grü­ne) und Gie­se­la Bran­des-Steg­ge­w­entz (Lin­ke) – lob­ten die Ar­beit der Vor­stän­de und des Auf­sichts­ra­tes, aber vor al­lem auch der 1300 Mit­ar­bei­ter. Brick­wed­de wies auf das schwie­ri­ge en­er­gie­po­li­ti­sche Um­feld hin, in dem sich die SWO be­weg­ten. Es sei nur schwer ver­ständ­lich, wenn al­te, aber bil­lig pro­du­zie­ren­de Braun­koh­le­kraft­wer­ke mo­der­ne­ren, aber der­zeit noch teu­rer pro­du­zie­ren­den An­la­gen vor­ge­zo­gen wür­den. Er spiel­te da­mit auf die Kraft­werks­be­tei­li­gun­gen der SWO an, die nicht den er­hoff­ten Er­folg ge­bracht hät­ten. Mar­tin nann­te die­se aus Os­na­brück nicht zu be­ein­flus­sen­de Si­tua­ti­on den „fos­si­len Wer­muts­trop­fen im en­er­gie­ge­la­de­nen Wein“. Die SWO sei­en der wich­tigs­te Part­ner bei der Er­rei­chung des stra­te­gi­schen Ziels der Stadt, das Kli­ma ent­schei­dend zu ver­bes­sern, sag­te Ha­ge­dorn. Bran­des­S­teg­ge­w­entz hin­ge­gen for­der­te, die Be­zahl­bar­keit der SWO-Leis­tun­gen für al­le Be­völ­ke­rungs­schich­ten im Au­ge zu be­hal­ten.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.