Gis­dol ord­net ge­hei­mes Trai­ning an

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional -

HSV-Trai­ner Mar­kus Gis­dol nimmt das DFB-Po­kal­spiel beim VfL Os­na­brück ernst. Wie ernst, zeigt sei­ne Maß­nah­me, sei­ne Fuß­bal­ler an den letz­ten drei Ta­gen vor dem Erst­run­denMatch ge­heim trai­nie­ren zu las­sen. Der Ham­bur­ger Coach for­dert von sei­nen Ak­teu­ren „vol­le Kon­zen­tra­ti­on“auf das Du­ell mit dem Au­ßen­sei­ter, denn er möch­te HSV-Po­kal­plei­ten à la Ep­pin­gen (1:2 – 1974/75) oder Geis­lin­gen (0:2 – 1984/85) un­be­dingt ver­mei­den. „Das Os­na­brück-Spiel wird ei­ne sehr schwie­ri­ge Auf­ga­be.“

Um den mah­nen­den Wor­ten den nö­ti­gen Nach­druck zu ver­lei­hen, setzt Gis­dol die drei­ma­li­ge Ab­schot­tung an, von der er oh­ne­hin ein Freund ist. „Für die Fans ist das na­tür­lich scha­de. Wir wol­len uns aber ganz aufs Po­kal­spiel kon­zen­trie­ren“, er­läu­ter­te der von Gis­dol gera­de wie­der zum Ka­pi­tän be­stimm­te Ver­tei­di­ger Go­to­ku Sa­kai. Gis­dols Vor­ge­hen ist nach­voll­zieh­bar. Denn nach ei­ner längst noch nicht ab­ge­schlos­se­nen Ka­der­bil­dung so­wie zu­letzt vier Vor­be­rei­tungs­spie­len oh­ne Sieg wis­sen die Han­sea­ten vor ih­rem Pflicht­spiel-De­büt nicht, wo sie ste­hen. Der aus Mön­chen­glad­bach ge­hol­te Of­fen­si­vAll­roun­der An­dré Hahn wird ver­mut­lich das ein­zi­ge neue Ge­sicht in der Start­elf sein. „Für je­den Erst­li­gis­ten ist es ei­ne un­dank­ba­re Auf­ga­be, ge­gen ei­nen Dritt­li­gis­ten zu spie­len, der schon län­ger im Spiel­rhyth­mus ist“, so Gis­dol. In der Tor­wart­fra­ge leg­te er sich auf Chris­ti­an Ma­the­nia als Num­mer eins fest. Da­mit ist der vom 1. FC Kai­sers­lau­tern ge­hol­te U-21-Eu­ro­pa­meis­ter Ju­li­an Pol­lers­beck zu­nächst Stell­ver­tre­ter.

Der Po­kal ist für die Han­sea­ten sport­lich wie wirt­schaft­lich emi­nent wich­tig. Ein Aus­schei­den könn­te er­heb­lich auf die Stim­mung schla­gen, das Wei­ter­kom­men da­ge­gen kräf­ti­gen Rü­cken­wind für den Li­ga-Start ei­ne Wo­che spä­ter ge­ben. Wie wert­voll der Cup-Wett­be­werb gera­de für den klam­men HSV sein kann, zeig­te die ver­gan­ge­ne Sai­son. Der un­er­war­te­te Sprung ins Vier­tel­fi­na­le spül­te den Nord­deut­schen Mehr­ein­nah­men in Hö­he von rund 2,4 Mil­lio­nen Eu­ro an TV- und Ver­mark­tungs­er­lö­sen so­wie rund 1,7 Mil­lio­nen Eu­ro aus dem Ti­cket­ver­kauf durch die Heim­spie­le ge­gen den 1. FC Köln (2:0) und Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach (1:2) in die Kas­se. Für die­se Po­kal-Spiel­zeit pla­nen die Ham­bur­ger den­noch de­fen­siv: Die zwei­te Run­de und knapp 477500 Eu­ro Ein­nah­men sind im Etat ein­ge­plant.

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