Ent­täu­schend und we­nig Span­nung

„Der dunk­le Turm“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Film - „Der Dunk­le Turm“.

Von Kath­rin Hä­ger

Ei­ne Ste­phen-King-Ad­ap­ti­on als müh­sa­mer Auf­stieg: „Der Dunk­le Turm“bie­tet ei­nen fah­len Aus­blick auf den acht­bän­di­gen Fan­ta­syKos­mos, der als Le­bens­werk des Hor­ror-Kö­nigs gilt.

Es ist ein Zi­ta­te-Tep­pich, auf den Ste­phen King sei­ne Ro­man­hel­den schickt. Die Ver­fil­mung ver­sucht es ihm gleich­zu­tun – und ver­hed­dert sich kläg­lich. Die fil­mi­sche Fu­si­on von acht Er­zähl­bän­den vol­ler (Selbst-)Re­fe­ren­zen und Par­al­lel-Di­men­sio­nen strebt nicht wie Kings „Turm“nach Hö­he­rem. Sie wirkt viel­mehr wie ein Trich­ter, der di­rekt in die Mot­ten­kis­te des Fan­ta­sy-Gen­res hin­ab­führt.

Die Stra­te­gie ge­lun­ge­ner King-Ver­fil­mun­gen wie St­an­ley Ku­bricks „Shi­ning“, die Vor­la­ge ele­gant zu ent­schla­cken, geht dies­mal nicht auf. Zu­mal wenn man über 5500 Ro­man­sei­ten, die das Raum-ZeitKon­ti­nu­um auf den Kopf stel­len, auf 90 Mi­nu­ten li­ne­ar er­zähl­ten Film ein­dampft und die Haupt­fi­gur Ro­land (Id­ris El­ba) von ei­nem Elf­jäh­ri­gen ver­drän­gen lässt. So lockt man in der ab­wechs­lungs­rei­chen Fan­ta­sy-Land­schaft von heu­te nicht ein­mal „Cu­jo“(Kings blut­rüns­tigs­ten Bern­har­di­ner) hin­term Ofen her­vor. USA 2017. R: Ni­co­laj Ar­cel. D: Id­ris El­ba, Mat­t­hew Mc­Co­n­aug­hey, Tom Tay­lor, Ka­the­ri­ne Win­nick. 95 Min. FSK: ab 12 Jah­ren.

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