Das gu­te Bü­ro

Räu­me soll­ten drei Funk­tio­nen er­fül­len

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Jobwelt -

BONN. Groß­raum oder Ein­zel­zim­mer? Lan­ge Flu­re oder of­fe­ne Wän­de? Ei­ne über­all pas­sen­de Bau- und Ein­rich­tungs­wei­se für Bü­ros exis­tiert nicht. Im Ide­al­fall wer­den meh­re­re Ar­ten von Ar­beits- und Auf­ent­halts­räu­men kom­bi­niert, er­klärt der Neu­ro­wis­sen­schaft­ler Hen­ning Beck in der Zeit­schrift „For­schung & Leh­re“(Aus­ga­be 8/2017). Nach sei­ner An­sicht müs­sen die Räu­me vor al­lem drei Funk­tio­nen er­fül­len:

1. Be­geg­nung: Wenn sich Kol­le­gen mit un­ter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven tref­fen, ent­ste­hen im Ge­spräch oft gu­te Ide­en. Ge­le­gen­hei­ten für sol­che Be­geg­nun­gen zu schaf­fen ist da­her wich­tig – in Form of­fe­ner Räu­me zum Bei­spiel, am bes­ten über Eta­gen­gren­zen hin­weg. Denk­bar sind auch lan­ge Ti­sche in der Kan­ti­ne, an de­nen Mit­ar­bei­ter aus ver­schie­de­nen Ab­tei­lun­gen zwangs­läu­fig ne­ben­ein­an­der lan­den.

2. Rück­zug: Um et­was kon­zen­triert aus- und ab­zu­ar­bei­ten, braucht es zugleich die Mög­lich­keit zum Rück­zug. Je grö­ßer und of­fe­ner die Ar­beits­räu­me sind, des­to eher soll­te es auch Räu­me und an­de­re Ge­le­gen­hei­ten zum un­ge­stör­ten Kno­beln ge­ben.

3. Ablen­kung: Auch Ablen­kung vom All­tag ist wich­tig. Die Bi­b­lio­thek, ei­ne Sitz­ecke mit So­fas oder auch die ei­ne Ca­fe­te­ria sind kei­ne Or­te zum Ar­bei­ten. Ein Auf­ent­halt dort gibt Mit­ar­bei­tern aber die Chan­ce, kurz ab­zu­schal­ten – und so neue Kraft und vi­el­leicht fri­sche Ide­en zu sam­meln, er­läu­tert Beck.

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