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Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Zen­tra­les Kom­men­tarthe­ma vie­ler Zei­tun­gen ist die Nord­ko­rea-Kri­se: „Krieg ist kei­ne Op­ti­on; zu groß wä­re das Ri­si­ko, dass Kims Ar­mee ein un­ge­heu­res Blut­bad in Süd­ko­rea an­rich­ten wür­de, be­vor sie durch die ame­ri­ka­ni­sche Mi­li­tär­macht ge­stoppt wür­de. [. . .] Aus­sichts­rei­cher scheint die Stra­te­gie, Nord­ko­rea an den Ver­hand­lungs­tisch zu zwin­gen, wie dies vor ein paar Jah­ren im Fall von Iran ge­lang. Die An­fang Au­gust be­schlos­se­ne, prä­ze­denz­los schar­fe UnoSank­ti­ons­re­so­lu­ti­on ist ge­nau der rich­ti­ge Schritt in die­se Rich­tung. Sie kam nur zu­stan­de, weil Wa­shing­ton auch star­ken Druck auf Peking aus­üb­te. Um die Fi­nanz­quel­len des nord­ko­rea­ni­schen Re­gimes ganz aus­zu­trock­nen und Kim die Per­spek­tiv­lo­sig­keit sei­ner Atom­po­li­tik vor Au­gen zu füh­ren, sind wei­te­re Ver­schär­fun­gen er­for­der­lich.“

(Ams­ter­dam)

„Trump will nicht, dass der nord­ko­rea­ni­sche Dik­ta­tor Kern­waf­fen be­kommt, mit de­nen er Ame­ri­ka be­dro­hen kann. Das ist ei­ne erns­te und le­gi­ti­me Sa­che, die ei­ne ab­ge­wo­ge­ne Mix­tur von di­plo­ma­ti­schem und mi­li­tä­ri­schem Druck er­for­dert. Doch die be­un­ru­hi­gen­de Wirk­lich­keit ist, dass die­ser Kon­flikt bis­lang ab­läuft wie ein klas­si­scher Kn­ei­pen­streit. Zwei Män­ner schrei­en sich im­mer lau­ter an, und wenn kei­ner nach­gibt, fan­gen sie an, mit Fäus­ten auf­ein­an­der ein­zu­schla­gen.“

(Wien)

„Aber es han­delt sich nicht nur um ei­nen ver­ba­len Schlag­ab­tausch zwei­er Ego­ma­nen, die da­mit Ein­druck schin­den wol­len, son­dern um ein mi­li­tä­ri­sches Sä­bel­ras­seln in ei­ner Re­gi­on, in der in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten oft müh­sam die Ba­lan­ce ge­wahrt wor­den ist. Da­von hing aber das po­li­ti­sche und mi­li­tä­ri­sche Gleich­ge­wicht in der öst­li­chen He­mi­sphä­re ab.“

(London)

„Chi­na muss Kim zwin­gen, sein Nu­kle­ar­pro­gramm ein­zu­frie­ren und die ent­spre­chen­den Ein­rich­tun­gen für gründ­li­che in­ter­na­tio­na­le Kon­trol­len zu öff­nen. Wenn er be­trügt, muss er mit noch här­te­ren Sank­tio­nen be­straft wer­den. Soll­te er ver­su­chen, Nu­kle­ar­tech­no­lo­gie zu im­por­tie­ren, muss ei­ne Blo­cka­de über sein Land ver­hängt wer­den.“

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