Aus­land ruft Ke­nia­ner zu Ge­walt­ver­zicht auf

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Nach zwei Ta­gen Un­ru­hen mit vie­len To­ten ist die Op­po­si­ti­on in Ke­nia aus dem Aus­land zum Ver­zicht auf Ge­walt auf­ge­for­dert wor­den. Der un­ter­le­ge­ne Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat Rai­la Odin­ga müs­se sei­nen An­hän­gern ei­ne „kla­re Bot­schaft“sen­den, dass sie kei­ne Ge­walt an­wen­den dürf­ten, er­klär­te UN-Ge­ne­ral­se­kre­tär An­tó­nio Gu­ter­res.

Amts­in­ha­ber Uhu­ru Ke­nyat­ta war aus der Prä­si­dent­schafts­wahl mit mehr als 54 Pro­zent als ein­deu­ti­ger Sie­ger her­vor­ge­gan­gen. Die EU-Au­ßen­be­auf­trag­te Fe­de­ri­ca Mo­g­her­i­ni for­der­te die Op­po­si­ti­on auf, „das Er­geb­nis zu re­spek­tie­ren und ver­füg­ba­re ju­ris­ti­sche Mit­tel für Wi­der­spruch und Be­schwer­den zu nut­zen“.

Odin­ga rief sei­ne An­hän­ger bei ei­ner Re­de in Nai­ro­bis größ­ten Slum Ki­be­ra auf, am Mon­tag nicht zur Ar­beit zu ge­hen. Er kün­dig­te an, am Di­ens­tag sei­ne Plä­ne dar­zu­le­gen, nach­dem die Wahl „wie vor­her­ge­sagt ge­stoh­len“wor­den sei. Laut Be­ob­ach­tern wur­den am Wo­che­n­en­de in ganz Ke­nia min­des­tens 16 Men­schen bei ge­walt­tä­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen ge­tö­tet. Die Op­po­si­ti­on sprach von 100 To­ten seit Di­ens­tag.

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