„Die Mann­schaft lebt“

Trau­ri­ger Ap­piah, zuf­rie­de­ner Sušac

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional -

Als sich drau­ßen auf dem Ra­sen sei­ne Mann­schafts­kol­le­gen noch von den Fans fei­ern lie­ßen, mach­te sich Mar­cel Ap­piah schon auf den Weg in Rich­tung Ka­bi­ne – mit trau­ri­gem Ge­sicht und hän­gen­dem Kopf. Den­noch: Der 29-Jäh­ri­ge stell­te sich den Me­di­en­ver­tre­tern, auch wenn es schwer­fiel. „Ich ha­be die Sze­ne mit dem Foul­spiel noch nicht ge­se­hen. Für mein Ge­fühl ha­be ich Wood nicht ge­trof­fen“, mein­te Ap­piah, der dann aber gar nicht nach ir­gend­wel­chen Ent­schul­di­gun­gen su­chen woll­te: „Un­term Strich steht die Ro­te Kar­te.“Und dann hell­te sich das Ge­sicht des In­nen­ver­tei­di­gers doch noch et­was auf: „Glück­wunsch an die Mann­schaft. Die Jungs ha­ben ein lu­pen­rei­nes Spiel ab­ge­lie­fert.“Bei den „Jungs“hob der Rot­sün­der be­son­ders den 19-jäh­ri­gen Youngs­ter Fur­kan Zor­ba her­vor. Er ha­be sei­ne Sa­che nach der Ein­wechs­lung „her­vor­ra­gend ge­macht“. Jetzt wol­le er erst ein­mal noch die be­rühm­te Nacht ver­ge­hen las­sen, „viel­leicht kann ich mich dann auch et­was mehr freu­en“. Wie der Sieg an­sons­ten ein­zu­ord­nen sei? Ap­piah: „Ich den­ke, dass wir heu­te ein Zei­chen ge­setzt ha­ben. Die Mann­schaft lebt.“

So ru­hig und ab­ge­klärt wie VfL-Neu­zu­gang Adam Sušac sei­ne Sa­che auf dem Platz er­le­dig­te, ar­bei­te­te der Kroa­te nach dem Schluss­pfiff auch sei­ne me­dia­le Ar­beit ab – durch­aus mit tie­fer Zuf­rie­den­heit: „Ei­nen bes­se­ren Ein­stand kann ich mir nicht wün­schen. Ich will im­mer ge­win­nen und mei­nen Job ma­chen. Das hat heu­te schon ganz gut funk­tio­niert.“

Der In­nen­ver­tei­di­ger zog Par­al­le­len zu sei­ner Zeit in Aue: „Als ich dort ge­spielt ha­be, hat­ten wir in der Li­ga auch ei­ne schlech­te Pha­se. Im Po­kal ha­ben wir ge­gen Ein­tracht Frank­furt ge­won­nen, da­nach lief al­les bes­ser.“

Die Sze­ne vor dem Platz­ver­weis: Mar­cel Ap­piah (am Bo­den) stoppt Bob­by Wood. Fo­to: Hel­mut Kem­me

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