„Trul­sen ist der ge­bo­re­ne Ko-Trai­ner“

Lot­te: Fa­scher freut sich auf Zu­sam­men­ar­beit – Bei­de gut mit Sta­nislaw­ski be­freun­det

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional - Von Chris­ti­an Det­loff

Nach knapp ei­nem Mo­nat hat Fuß­ball-Dritt­li­gist Sport­freun­de Lot­te wie­der ei­nen Ko-Trai­ner. Der be­kann­te Ex-Pro­fi An­dré Trul­sen ist der Nach­fol­ger von Joe Lau­mann, der mit Is­mail Atalan zum VfL Bochum ge­wech­selt war, und vom neu­en Vi­deo­ana­lys­ten Pas­cal Ko­op­mann, der zwi­schen­zeit­lich auch „In­te­rims-Ko“war.

LOT­TE. Eben­so wie zu­vor Trai­ner Marc Fa­scher fa­ckel­te Trul­sen nicht lan­ge, als er in der ver­gan­ge­nen Wo­che kon­tak­tiert wur­de. „Ich bin nach Lot­te zum Trai­ning ge­fah­ren, ha­be mir al­les an­ge­guckt und dann schnell Ei­ni­gung mit dem Ver­ein er­zielt“, sagt der 52-Jäh­ri­ge.

Sechs Jah­re hat­te der ehe­ma­li­ge In­nen­ver­tei­di­ger mit dem FC St. Pau­li in der Bun­des­li­ga (209 Ein­sät­ze) und sie­ben in der 2. Li­ga (206) ver­bracht. „Mei­nen Er­fah­rungs­schatz als Ak­ti­ver und Ko-Trai­ner will ich in Lot­te im Sin­ne des Er­folgs ein­brin­gen. Der Chef­trai­ner und die Mann­schaft kön­nen sich auf ei­ne ehr­li­che Zu­sam­men­ar­beit mit mir ge­fasst ma­chen. Ich will das in mich ge­setz­te Ver­trau­en zu­rück­zah­len“, sagt Trul­sen, der in der Sai­son 2003/2004 bei Hol­stein Kiel II erst­mals als Ko-Trai­ner fun­gier­te.

Dort ar­bei­te­te er zu­nächst un­ter Andre­as Berg­mann, dann von 2007 bis 2013 mit Hol­ger Sta­nislaw­ski zu­sam­men, den er wäh­rend des­sen

Aus­bil­dung zum Fuß­ball­leh­rer für ei­ne Sai­son als Chef­coach ver­trat. Sta­nislaw­ski – ein gu­ter Freund von Fa­scher und Trul­sen – be­glei­te­te er auch zur TSG Hof­fen­heim und zum 1. FC Köln, ehe der Ham­bur­ger 2015 beim VfB Stutt­gart un­ter Alex­an­der Zor­ni­ger ar­bei­te­te.

Stutt­gart ist seit vier­ein­halb Jah­ren auch Le­bens­mit­tel­punkt von Trul­sen, des­sen Freun­din dort lebt. „Na­tür­lich wer­de ich mir jetzt ei­ne

Woh­nung in Lot­te su­chen“, sagt der 52-Jäh­ri­ge.

Die Ham­bur­ger Fa­scher und Trul­sen ken­nen sich seit lan­gen Jah­ren aus der Fuß­ball­sze­ne der Han­se­stadt. 2010 hat­te Fa­scher zu­dem für ei­nen Mo­nat im Trai­ner­team des FC St. Pau­li hos­pi­tiert. „Ich schät­ze An­dré mensch­lich sehr. Er ist mit sei­nen enor­men Er­fah­run­gen der ge­bo­re­ne Ko-Trai­ner, zu 100 Pro­zent loy­al – und das per­fek­te Bin­de­glied zwi­schen

Mann­schaft und dem Trai­ner­team.“

„Lot­te ist ein wach­sen­der Ver­ein, der step by step vor­an­kom­men und län­ger­fris­tig ge­se­hen in die 2. Li­ga will“, sagt in­des Trul­sen: „Als ich bei St. Pau­li als Spie­ler an­ge­fan­ge­nen hat­te, war der FC auch noch ein klei­ner Ver­ein. Hof­fen­heim war auch mal ein Dorf­klub – wie auch Sand­hau­sen“, nennt Trul­sen Bei­spie­le für Klubs, die ge­wach­sen sind; Hof­fen­heim

frei­lich mit enor­mer fi­nan­zi­el­ler Zu­wen­dung von Mä­zen Diet­mar Hopp.

Erst ein­mal ge­he es bei den Sport­freun­den nun aber dar­um, die Mann­schaft zu sta­bi­li­sie­ren. „Ich hof­fe, dass die Zu­sam­men­ar­beit in Lot­te län­ger läuft als zu­letzt in Hof­fen­heim, Köln und Stutt­gart“, sagt Trul­sen, der bis Sai­son­en­de un­ter­schrei­ben hat, sich aber sehr wohl auch ei­ne Ko-Trai­ner-Ära wie in St. Pau­li vor­stel­len kann.

Nicht nur Ver­tei­ler der Leib­chen zu den Trai­nings­spie­len ist An­dré Trul­sen als neu­er Lot­ter Ko-Trai­ner. Fo­to: imago/Her­bert Buc­co

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