Sieg ge­gen den Va­ter als Trost

Mum­mert ge­winnt 1. Has­ber­ger Rack­le­ton-Meis­ter­schaft – Fa­mi­li­en­du­ell Igel­brink geht an den Nach­wuchs

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional - Von Lenn­art Al­bers

Lan­ge Zeit fas­zi­nier­te der Nach­wuchs, am En­de hat sich aber die Er­fah­rung durch­ge­setzt: Ma­nu­el Mum­mert be­wies bei der Pre­mie­re der Has­ber­ger Rack­le­ton-Meis­ter­schaf­ten das größ­te All­roun­dTa­lent und durf­te als ers­ter Sie­ger den Wan­der­po­kal mit nach Hau­se neh­men.

„Da ich nichts rich­tig kann, freue ich mich, das zu ge­win­nen, wo ich von al­lem et­was kann“, wit­zel­te Sie­ger Mum­mert am En­de ei­nes lan­gen Tur­nier­ta­ges. Im Fi­na­le be­sieg­te er An­dré Igel­brink, mit dem er sich ei­nen span­nen­den Kampf lie­fer­te. Wäh­rend den 15-Jäh­ri­ge im Squash und Mum­mert im Ten­nis glänz­te, ging es im Tisch­ten­nis und Bad­min­ton heiß her. Am En­de ent­schied Mum­mert bei­de Dis­zi­pli­nen für sich und ging als ers­ter Sie­ger in die Ge­schich­te ein. „Der Er­fah­rungs­vor­sprung, den ich ge­gen­über An­dré hat­te, war si­cher­lich der ent­schei­den­de Vor­teil“, ur­teil­te der Tur­nier­sie­ger.

Aus­schlag­ge­bend war eben, ein All­roun­der in den vier Schlags­port­ar­ten zu sein, denn in je­der Sport­art wur­de ein Satz bis 15 Punk­te ge­spielt, und am En­de wur­de al­les zu­sam­men­ge­rech­net. So war je­der Punkt in je­der Dis­zi­plin ent­schei­dend, und die 32 Teil­neh­mer schenk­ten sich nichts. Die­se Er­fah­rung

muss­te auch der ehe­ma­li­ge VfL Os­na­brück-Pro­fi Tho­mas Rei­chen­ber­ger ma­chen: Von Or­ga­ni­sa­tor Vol­ker Igel­brink kas­sier­te er ei­ne 0:15-Nie­der­la­ge

im Squash. „In dem Mo­dus be­kommt man halt kei­nen Punkt ge­schenkt“, ge­stand sich Rei­chen­ber­ger ein.

Für Un­ter­hal­tung und Auf­se­hen sorg­te das an­schlie­ßen­de Halb­fi­na­le: Es kam zum fa­mi­li­en­in­ter­nen Du­ell der Igel­brinks. Va­ter Vol­ker

traf auf sei­nen Sohn An­dré und muss­te sich im Ge­ne­ra­tio­nen­du­ell ge­schla­gen ge­ben. „Den Sieg ha­be ich ihm von Her­zen ge­gönnt. Es ist ja wich­tig, dass die Ju­gend sich ent­wi­ckelt“, är­ger­te sich Va­ter Vol­ker nicht über die Nie­der­la­ge. Für die her­be Plei­te im Squash ist er im­mer­hin auch selbst ver­ant­wort­lich, denn er ist Trai­ner sei­nes Sohns, der Deut­scher Vi­ze­meis­ter in der U 15 die­ser Sport­art ist. Für die­sen war der Sieg im Pres­ti­ge­du­ell ein klei­ner Trost für die Fi­nal­nie­der­la­ge: „Das war cool. Das hat­te ich mir aber auch fest vor­ge­nom­men.“Bei ei­ner zwei­ten Auf­la­ge im nächs­ten Jahr will er dann auch den Ti­tel ho­len. „Wenn ich mich im Ten­nis und Bad­min­ton noch ver­bes­se­re, könn­te das nächs­tes Jahr et­was wer­den“, setz­te er sich das Ziel, wei­ter an sei­nem Ta­lent in den Schlags­port­ar­ten zu fei­len.

Auf ei­ne Wie­der­ho­lung der Ver­an­stal­tung hof­fen oh­ne­hin al­le Teil­neh­mer. Nicht nur, weil Mum­mert ein Wan­der­po­kal über­reicht wur­de, der zwangs­läu­fig ei­ne zwei­te Auf­la­ge er­for­dert, son­dern auch, weil es aus­schließ­lich po­si­ti­ves Feed­back an Or­ga­ni­sa­tor Igel­brink und die un­ter­stüt­zen­den Ver­ei­ne aus Hasbergen gab.

Igel­brink sah an ei­ni­gen Stel­len zwar noch Ver­bes­se­rungs­be­darf: Beim Ten­nis kam es teil­wei­se zu Ver­zö­ge­run­gen und das Wech­seln zwi­schen den ver­schie­de­nen Courts war teil­wei­se et­was chao­tisch, im­mer­hin ging es oh­ne Pau­se zwi­schen den Sport­ar­ten hin und her. Letzt­end­lich zog er aber ein po­si­ti­ves Fa­zit: „Ich ge­he fest von ei­ner zwei­ten Auf­la­ge nächs­tes Jahr aus.“

Nicht nur im Tisch­ten­nis ta­len­tiert: Ma­nu­el Mum­mert si­cher­te sich den Ti­tel bei der Has­ber­ger Rack­le­ton-Meis­ter­schaft.

Vä­ter­li­che Tipps: Vol­ker Igel­brink (in Rot) un­ter­stütz­te sei­nen Sohn im Fi­na­le. Fo­tos: Her­mann Pen­ter­mann

Ver­geb­lich ge­streckt: An­dré Igel­brink ver­lor im Fi­na­le das Bad­min­ton-Du­ell ge­gen Mum­mert.

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