KOPFNOTE

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - POLITIK -

Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU): Kein Mit­glied des Ka­bi­netts stand so un­ter Dau­er­be­schuss wie der In­nen­mi­nis­ter. Die bei­den größ­ten The­men der Wahl­pe­ri­ode fie­len in sein Res­sort: die Be­wäl­ti­gung der Flücht­lings­kri­se und der Schutz vor Ter­ror­an­schlä­gen. De Mai­ziè­re muss­te oft re­agie­ren, statt agie­ren zu kön­nen. Das tat er in der ihm ei­ge­nen Mi­schung aus preu­ßi­scher Pflicht­er­fül­lung und knall­har­tem Kal­kül. In der all­ge­mei­nen Ve­r­un­si­che­rung for­der­te er ei­nen ver­rin­ger­ten Schutz­sta­tus für sy­ri­sche Flücht­lin­ge, Vor­rats­da­ten­spei­che­rung und mehr Vi­deo­über­wa­chung, ei­ne schnel­le­re Ab­schie­bung von Ge­fähr­dern und die Ein­stu­fung vie­ler Län­der als „si­che­re Her­kunfts­staa­ten“. Und setz­te al­les durch. De Mai­ziè­res Law-and-Or­derPo­si­tio­nen wur­den un­ter dem Druck der Er­eig­nis­se zum Kon­sens der Gro­ßen Ko­ali­ti­on. Das ver­half ihm am En­de ei­ner Wahl­pe­ri­ode, die mit un­an­ge­neh­men Fra­gen zu sei­ner Rol­le im NSA-Skan­dal und in der Bun­des­wehr-Droh­nen­af­fä­re be­gann, zum über­ra­schen­den Come­back.

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