PRESSESCHAU

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - EINBLICKE -

Die Mos­kau­er Zei­tung kom­men­tiert die Aus­wei­sung des ge­or­gi­schen ExPrä­si­den­ten Saa­ka­schwi­li aus der Ukrai­ne: „Die Ab­schie­bung von Saa­ka­schwi­li be­schert der ukrai­ni­schen Füh­rung neue Pro­ble­me. Ers­tens ist noch nicht ge­richt­lich ge­klärt, ob der Ent­zug der ukrai­ni­schen Staats­bür­ger­schaft recht­mä­ßig war. Zwei­tens lau­fen ge­gen den Po­li­ti­ker schwer­wie­gen­de Er­mitt­lun­gen we­gen der mut­maß­li­chen Vor­be­rei­tung ei­nes Um­stur­zes und we­gen der Schüs­se auf dem Mai­dan 2014. Die Aus­wei­sung des frü­he­ren Gou­ver­neurs von Odes­sa hat die La­ge der ukrai­ni­schen Füh­rung ver­schlech­tert.“ Das Brüs­se­ler Blatt be­tont zur Rück­tritts­for­de­rung an Zu­ma in Süd­afri­ka: „Dass der ANC mit dem Prä­si­den­ten ab­rech­net, hat viel mit po­li­ti­scher Be­rech­nung zu tun. Die Par­tei ist seit 1994 un­un­ter­bro­chen an der Macht, doch bei den Wah­len 2019 könn­te sie erst­mals ih­re ab­so­lu­te Mehr­heit ver­lie­ren. Das liegt vor al­lem an Zu­ma, der den letz­ten Rest von Glaub­wür­dig­keit ver­spielt und sich an staat­li­chen Gel­dern be­rei­chert hat. [...] Süd­afri­ka hat al­le Vor­aus­set­zun­gen, um zu ei­nem Mo­dell für den ge­sam­ten Kon­ti­nent zu wer­den, wo sich kaum po­li­ti­sche und wirt­schaft­li­che Er­folgs­ge­schich­ten fin­den las­sen. Ei­ne Um­kehr in Süd­afri­ka wä­re da­her nicht al­lein für die­ses Land von Be­deu­tung. Wenn die Wirt­schaft wie­der auf das rich­ti­ge Gleis kommt und wenn die so­zia­le Un­gleich­heit deut­lich ver­rin­gert wird, könn­te das Land zum Vor­bild für an­de­re Staa­ten Afri­kas wer­den.“ Die Pa­ri­ser Zei­tung be­fasst sich mit Fi­nanz­zu­sa­gen für den Irak: „Soll­ten die Fi­nanz­hil­fen den Ver­spre­chen nicht ge­wach­sen sein, be­steht die Ge­fahr, dass die­ses für die welt­wei­te Sta­bi­li­tät ent­schei­den­de Land (der Irak ist ei­ner der wich­tigs­ten Öl­pro­du­zen­ten der Opec) noch ei­ne lan­ge Grat­wan­de­rung vor sich hat [...]. An­ge­sichts des Aus­ma­ßes der Ver­wüs­tung und der Desta­bi­li­sie­rung der ge­sam­ten Re­gi­on müss­te der ge­sun­de Men­schen­ver­stand zur Aus­ar­bei­tung ei­nes Mar­shall­plans für den Irak füh­ren. Das ist die ein­zi­ge Stra­te­gie, um die Ge­fahr ei­nes neu­en Bru­der­kriegs klein­zu­hal­ten. Aber der ge­sun­de Men­schen­ver­stand ist in die­sen Zei­ten nicht die am wei­tes­ten ver­brei­te­te Stär­ke der An­füh­rer der Welt.“

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