At­trak­ti­ve Be­din­gun­gen für Be­schäf­tig­te

Or­ga­ni­sa­tio­nen aus Stadt und Kreis zeich­nen „Fa­mi­li­en­freund­li­che Ar­beit­ge­ber“aus

Neue Osnabrucker Zeitung - Stadt Osnabruck - - REGION OSNABRÜCK -

rbru OS­NA­BRÜCK. Zwölf ver­schie­de­ne Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner aus Stadt und Land­kreis Os­na­brück, dar­un­ter die bei­den Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaf­ten und die Fa­mi­li­en­bünd­nis­se, ha­ben erst­mals das Zer­ti­fi­kat „Fa­mi­li­en­freund­li­cher Ar­beit­ge­ber in der Re­gi­on Os­na­brück“ver­lie­hen. Aus­ge­zeich­net wur­den 41 Un­ter­neh­men.

Fle­xi­ble Ar­beits­zei­ten, An­ge­bo­te zur Kin­der­be­treu­ung, fi­nan­zi­el­le Zu­schüs­se für Fa­mi­li­en, die Mög­lich­keit zu Teil­zeit- oder Heim­ar­beit wa­ren Fak­to­ren, die beim Aus­wahl­pro­zess im Be­wer­bungs­ver­fah­ren zähl­ten. Auch Un­ter­neh­mens­kul­tur und Per­so­nal­ent­wick­lung nah­men die Initia­to­ren un­ter die Lu­pe.

Mehr als vier­zig Un­ter­neh­men hat­ten sich für die Zer­ti­fi­zie­rung be­wor­ben und da­zu ei­nen acht­sei­ti­gen Fra­ge­bo­gen zu ih­ren „fa­mi­li­en­freund­li­chen Ele­men­ten“aus­ge­füllt. Nach Fir­men­be­su­chen und In­ter­views der Initia­to­ren mit den Be­wer­bern er­hiel­ten 41 von ih­nen ei­ne Zu­sa­ge.

„Die Ver­ein­bar­keit von Fa­mi­lie und Be­ruf spielt ge­ra­de un­ter jun­gen Men­schen ei­ne gro­ße Rol­le“, er­klär­te Bar­ba­ra Schwar­ze, Pro­fes­so­rin für Gen­der und Di­ver­si­ty Stu­dies und Mit­ent­wick­le­rin des Aus­wahl­ver­fah­rens. Ei­ne gan­ze Rei­he von Stu­di­en zei­ge, dass in den letz­ten Jah­ren ein Wer­te­wan­del ein­ge­setzt ha­be. „Kar­rie­re, Wei­ter­bil­dung und Ge­halt sind den Jun­gen wich­tig, noch wich­ti­ger aber sind Kol­le­gia­li­tät und die Ba­lan­ce von Be­ruf und Frei­zeit.“

„Vor nicht all­zu lan­ger Zeit wa­ren Be­rufs- und Fa­mi­li­en­le­ben zwei Wel­ten, die gar nicht viel mit­ein­an­der zu tun hat­ten“, rief Stadt­rat Be­ker­mann den Preis­trä­gern bei der Zer­ti­fi­kats­ver­lei­hung in der Hand­werks­kam­mer in Er­in­ne­rung. In fast al­len Fa­mi­li­en stieg die Frau für län­ge­re Zeit oder so­gar ganz aus dem Be­rufs­le­ben aus, so­bald die Kin­der da wa­ren. Erst seit An­fang der Neun­zi­ger­jah­re ge­be es auch im Wes­ten Deutsch­lands ei­ne brei­te Ak­zep­tanz für die frü­he Be­treu­ung von Kin­dern in Kin­der­ta­ges­stät­ten, so­dass die Frau­en stär­ker als bis­her am Er­werbs­le­ben teil­neh­men konn­ten. „Frau­en und Män­ner wol­len heu­te Teil bei­der Er­leb­nis­wel­ten von Fa­mi­lie und Be­ruf sein“, fass­te Be­ker­mann zu­sam­men.

Auf der an­de­ren Sei­te loh­ne sich Fa­mi­li­en­freund­lich­keit auch für die Ar­beit­ge­ber, be­ton­te Land­rat Micha­el Lüb­bers­mann. „Wer at­trak­ti­ve Ar­beits­be­din­gun­gen für Be­schäf­tig­te mit Fa­mi­lie bie­tet, er­höht sei­ne Chan­cen im Wett­be­werb um qua­li­fi­zier­te Ar­beits­kräf­te wie auch bei der lang­fris­ti­gen Bin­dung von Be­schäf­tig­ten.“Zu­frie­de­ne Ar­beit­neh­mer sei­en mo­ti­vier­ter, leis­tungs­be­rei­ter und loya­ler.

Hin­ter der Aus­zeich­nung „Fa­mi­li­en­freund­li­cher Ar­beit­ge­ber in der Re­gi­on Os­na­brück“ste­hen fol­gen­de Pro­jek­t­in­itia­to­ren: WfO Wirt­schafts­för­de­rung Os­na­brück GmbH, Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaft Os­na­brü­cker Land, Fa­mi­li­en­bünd­nis der Stadt Os­na­brück, Un­ser Bünd­nis für Fa­mi­lie im Land­kreis Os­na­brück, die Hand­werks­kam­mer Os­na­brück – Ems­land – Graf­schaft Bent­heim, die Agen­tur für Ar­beit Os­na­brück, der In­dus­tri­el­le Ar­beit­ge­ber­ver­band Os­na­brück – Ems­land - Graf­schaft Bent­heim, das Bis­tum Os­na­brück, die Hoch­schu­le Os­na­brück, die Ko­or­di­nie­rungs­stel­le Frau und Be­trieb so­wie die ebm elek­tro-bau montage GmbH & Co. in Os­na­brück.

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