Plä­doy­er für Ei­gen­ver­ant­wor­tung

Wolf­gang Ger­hardt in Ge­orgs­ma­ri­en­hüt­te

Neue Osnabrucker Zeitung - Stadt Osnabruck - - REGION OSNABRÜCK -

habb GE­ORGS­MA­RI­EN­HÜT­TE. Über Ei­gen­ver­ant­wor­tung und Selbst­ver­trau­en der Bür­ger in der Ge­sell­schaft sprach der ehe­ma­li­ge FDP-Bun­des­vor­sit­zen­de und heu­ti­ge Vor­stands­vor­sit­zen­de der li­be­ra­len Fried­richNau­mann-Stif­tung, Wolf­gang Ger­hardt, im Kol­ping­haus in Alt-Ge­orgs­ma­ri­en­hüt­te. Und in Zei­ten des Wahl­kamp­fes na­tür­lich auch über FDP-Po­si­tio­nen.

Ger­hardt ap­pel­lier­te an das Selbst­ver­trau­en im Men­schen, ihr Le­ben ei­gen­ver­ant­wort­lich zu ge­stal­ten. Zu vie­les wer­de als Selbst­ver­ständ­lich­keit hin­ge­nom­men, aber man kön­ne den Staat nicht al­les re­geln las­sen.

Mit Blick auf die Me­dien­land­schaft be­ton­te Ger­hardt, dass „wir die in­for­mier­tes­te Ge­sell­schaft“sei­en. Man müs­se den Bür­gern die Kom­ple­xi­tät und Zu­sam­men­hän­ge von Ent­schei­dun­gen ver­mit­teln, wo­zu auch un­be­que­me Wahr­hei­ten zähl­ten. In der ak­tu­ell dis­ku­tier­ten Ge­rech­tig­keits­fra­ge be­zog Ger­hardt ein­deu­tig Stel­lung ge­gen „Gleich­ma­che­rei“. Die Men­schen hät­ten un­ter­schied­li­che Fä­hig­kei­ten. So­zi­al­kom­pe­tenz äu­ße­re sich nicht al­lein in der Um­ver­tei­lung, kri­ti­sier­te Ger­hardt die SPD. Ge­rech­tig­keit sei für ihn ein un­ab­ding­ba­rer Ethos, Neid und Miss­gunst da­ge­gen ein schlech­ter Cha­rak­ter­zug. In ih­rem „Kampf um die Pole­po­si­tion mit den Lin­ken“, wer mehr bie­te, setz­ten die So­zi­al­de­mo­kra­ten auf rück­wärts­ge­wand­te Kon­zep­te.

„Wir kön­nen mehr aus Deutsch­land ma­chen“, so der FDP-Po­li­ti­ker. Mit Blick auf die Wah­len ist der FDP-Mann op­ti­mis­tisch: „Wir wol­len als drit­te Kraft an die Grund­la­gen un­se­rer Frei­heit er­in­nern.“

Fo­to: Rolf Hab­ben

Wahl­hel­fer: Wolf­gang Ger­hardt sprach im GMHüt­ter Kol­ping­haus.

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