Wei­ter Rüs­tungs­gü­ter für Sau­di-Ara­bi­en

Deut­sche Ex­por­te in Staa­ten au­ßer­halb der EU stei­gen ins­ge­samt

Neue Osnabrucker Zeitung - Stadt Osnabruck - - POLITIK -

BER­LIN. Der An­teil der deut­schen Rüs­tungs­ex­por­te in Staa­ten au­ßer­halb der Eu­ro­päi­schen Uni­on steigt. Wie aus ei­ner Ant­wort des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums auf ei­ne An­fra­ge des Ab­ge­ord­ne­ten Ste­fan Lie­bich (Lin­ke) her­vor­geht, wur­den im drit­ten Quar­tal die­ses Jah­res nach vor­läu­fi­gen Zah­len Rüs­tungs­ex­por­te in Hö­he von rund 1,27 Mil­li­ar­den Eu­ro ge­neh­migt. Der über­wie­gen­de Teil die­ser Rüs­tungs­gü­ter (871 Mil­lio­nen Eu­ro) soll in Län­der ge­lie­fert wer­den, die nicht der EU an­ge­hö­ren, kei­ne Na­to-Mit­glie­der sind und auch nicht zur Grup­pe der Na­to-gleich­ge­stell­ten Staa­ten zäh­len. Im Vor­jah­res­zeit­raum ist der An­teil der Ex­por­te in so­ge­nann­te Dritt­staa­ten ge­rin­ger ge­we­sen.

Haup­t­emp­fän­ger der Lie­fe­run­gen in Dritt­staa­ten, die zu­letzt ge­neh­migt wor­den wa­ren, ist Ägyp­ten. Die Bun­des­re­gie­rung gab den An­ga­ben zu­fol­ge grü­nes Licht für Rüs­tungs­ex­por­te in Hö­he von 298 Mil­lio­nen Eu­ro in das ara­bi­sche Land. Auf Platz zwei lag mit 148 Mil­lio­nen Eu­ro Sau­di-Ara­bi­en. Das Kö­nig­reich trägt aus Sicht der Ver­ein­ten Na­tio­nen als Kriegs­par­tei im Je­men ei­nen gro­ßen Teil der Ver­ant­wor­tung für die ka­ta­stro­pha­le hu­ma­ni­tä­re Si­tua­ti­on im Nach­bar­land. Is­ra­el be­leg­te im drit­ten Quar­tal 2017 den drit­ten Platz.

Die Grü­nen set­zen sich in den Son­die­run­gen für ei­ne Ja­mai­ka-Ko­ali­ti­on für ei­ne re­strik­ti­ve­re Rüs­tungs­ex­port­po­li­tik ein – ins­be­son­de­re mit Blick auf Sau­di-Ara­bi­en.

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