Der Ro­te Platz soll schö­ner wer­den

GMHüt­ter Rat­hau­s­um­feld in der Dis­kus­si­on

Neue Osnabrucker Zeitung - Stadt Osnabruck - - REGION OSNABRÜCK -

we GEORGSMARIENHÜTTE. Das Zeit­fens­ter für die Ar­bei­ten ist ab­ge­steckt: In den En­de Ju­ni kom­men­den Jah­res be­gin­nen­den Som­mer­fe­ri­en soll der Ro­te Platz vor dem GMHüt­ter Rat­haus in­stand ge­setzt wer­den. Aber in wel­chem Um­fang ist wei­ter of­fen. Zur Durch­füh­rung der Ar­bei­ten ste­hen rund 280 000 Eu­ro im lau­fen­den Haus­halt.

Dass auf dem Rat­haus­vor­platz drin­gen­der Sa­nie­rungs­be­darf be­steht, ist un­be­strit­ten: Die Une­ben­hei­ten und of­fe­nen Fu­gen des Klin­ker­pflas­ters fal­len auch Lai­en deut­lich ins Au­ge. Die­se Stol­per­fal­len sol­len ver­schwin­den. So weit be­steht Kon­sens, wie auch zu­letzt die Sit­zung des Stadt­pla­nungs­aus­schus­ses ge­zeigt hat. Doch bei der Fra­ge, ob die­se Ge­le­gen­heit ge­nutzt wer­den soll, auch ge­wis­se Op­ti­mie­run­gen auf der Flä­che vor­zu­neh­men, gibt es kein ein­heit­li­ches Mei­nungs­bild.

Zum Bei­spiel wür­de die Auf­ga­be zwei­er Baum­stand­or­te den Auf­bau und die Durch­füh­rung von Ver­an­stal­tun­gen wie „GMHüt­te on Ice“ver­bes­sern. Die Be­für­wor­ter ei­ner um­fang­rei­che­ren Um­ge­stal­tung kön­nen sich ei­ne „Pla­ner­werk­statt“vor­stel­len, die ne­ben dem Rat­haus­vor­platz auch die Oe­se­der Stra­ße und den Park­platz­be­reich hin­ter dem Rat­haus mit in den Blick nimmt, um zu neu­en Lö­sun­gen zu kom­men.

Ein sol­cher An­satz wird auch von den Ge­schäfts­leu­ten der Ci­ty­ge­mein­schaft Oe­se­de fa­vo­ri­siert, um für neue Im­pul­se im Zen­trum zu sor­gen. Die­ser Weg war kürz­lich auch The­ma bei ei­nem Ge­spräch der Stadt mit den Ge­schäfts­leu­ten der Oe­se­der Stra­ße.

Doch ein sol­ches Ver­fah­ren er­for­dert Zeit. CDU-Ver­tre­ter Ste­fan Spre­ckel­mey­er schlug des­halb vor: „Wir soll­ten im Aus­schuss zu­nächst noch ein­mal die bis­he­ri­gen Vor­pla­nun­gen auf­grei­fen und mit den Be­tei­lig­ten dis­ku­tie­ren, be­vor wir mög­li­cher­wei­se in ei­ne Pla­ner­werk­statt ein­stei­gen.“

Die SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de An­net­te Jan­tos sieht die Not­wen­dig­keit, re­la­tiv schnell zu Be­schlüs­sen zu kom­men: „Auf dem Ro­ten Platz be­steht Hand­lungs­be­darf. Ei­ne Werk­statt, die Oe­se­der Stra­ße und den rück­wär­ti­gen Rat­haus­be­reich ein­be­zieht, er­for­dert Zeit. Wir müs­sen aber schnell et­was tun.“Des­halb sei es sinn­voll, ei­ni­ge Aspek­te der Ge­samt­ge­stal­tung wie zum Bei­spiel das Pflas­ter für den Ro­ten Platz und die Oe­se­der Stra­ße ein­heit­lich fest­zu­le­gen, um vor dem Rat­haus schon be­gin­nen zu kön­nen. Aber auch sie hält vor­ab Ge­sprä­che mit der Ci­ty­ge­mein­schaft und An­lie­gern für sinn­voll.

Da­ge­gen hat zum Bei­spiel Grü­nen-Ver­tre­ter Ro­bert Lo­renz in der Aus­schuss-Sit­zung die Fra­ge ge­stellt: „War­um soll­ten wir auf dem Ro­ten Platz et­was än­dern? Der Be­reich und der dort statt­fin­den­de Markt funk­tio­nie­ren.“Es ge­be kei­ne Not­wen­dig­keit für ei­ne Um­ge­stal­tung. Dass im Rah­men des Stadt­plat­zWett­be­werbs von Ar­chi­tek­ten an­ge­führ­te Ar­gu­ment, es müs­se vor dem Rat­haus ei­ne Sicht­ach­se zur Kir­che Pe­ter und Paul her­ge­stellt wer­den, sei „ab­surd“.

Auch Lin­ke-Rats­mit­glied Jörg Wel­ke­ner, der im Aus­schuss nur ein Grund­man­dat hat und nicht stimm­be­rech­tigt ist, sprach sich ge­gen ei­ne um­fas­sen­de Sa­nie­rung aus: „Auch wenn hin­ter dem Rat­haus ein Tre­vi-Brun­nen wie in Rom ste­hen wür­de, bringt das bei uns kei­nen Kun­den mehr zu C&A.“

Am En­de be­für­wor­te­te der Stadt­pla­nungs­aus­schuss bei zwei Ent­hal­tun­gen der bei­den Grü­nen-Ver­tre­ter, dass den be­tei­lig­ten Ak­teu­ren wie Ci­ty-Ge­mein­schaft und An­lie­gern zu­nächst in ei­ner Bür­ger­ver­samm­lung noch ein­mal der bis­he­ri­ge Pla­nungs­stand vor­ge­stellt wird, be­vor über das wei­te­re Ver­fah­ren ent­schie­den wird.

Fo­to: Stadt GMHüt­te/Ot­ten

Deut­lich zu se­hen: soll. die Ab­sen­kun­gen auf dem Pflas­ter des Ro­ten Plat­zes, das sa­niert wer­den

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.