Lkw be­rührt 10-kV-Lei­tung

Strom­aus­fall in Hil­ter nach Un­fall auf der Au­to­bahn­bau­stel­le

Neue Osnabrucker Zeitung - Stadt Osnabruck - - REGION -

wie/pm HIL­TER. Durch ei­nen Un­fall wäh­rend der Bau­ar­bei­ten auf der A 33 kam es am Di­ens­tag­nach­mit­tag in Hil­ter zu ei­nem kurz­zei­ti­gen Strom­aus­fall. Ein Lkw hat­te mit sei­nem Auf­lie­ger die über die Au­to­bahn lau­fen­de Hoch­span­nungs­lei­tung be­rührt und be­schä­digt.

Der mit Schot­ter be­la­de­ne Sat­tel­zug war am Di­ens­tag­nach­mit­tag auf der Au­to­bahn­bau­stel­le im Ein­satz. Die A 33 wird der­zeit zwi­schen den An­schluss­stel­len Borg­loh/Klos­ter Oe­se­de und Hil­ter grund­er­neu­ert. Un­ter an­de­rem ist da­zu die Auf­fahrt der An­schluss­stel­le Hil­ter in der Fahrt­rich­tung Die­p­holz bis vor­aus­sicht­lich Mit­te Au­gust ge­sperrt. Beim Ab­kip­pen be­rühr­te die hoch­ge­stell­te Mul­de ge­gen 17 Uhr die 10-kV-Mit­tel­span­nungs­lei­tung, die hin­ter der An­schluss­stel­le Hil­ter und rund 500 Me­ter vor dem Park­platz Teu­to­bur­ger Wald die Au­to­bahn über­spannt.

Durch die Be­rüh­rung kam es zu ei­nem Kurz­schluss, der wie­der­um zu ei­ner si­cher­heits­ge­rich­te­ten Ab­schal­tung des be­trof­fe­nen Be­reichs in der Schalt­an­la­ge Hil­ter führ­te. Der Fah­rer des Lkw be­fand sich zum Zeit­punkt der Be­rüh­rung im Fah­rer­haus und blieb un­ver­letzt.

Be­reits nach sechs Mi­nu­ten wur­de nach An­ga­ben des Netz­be­trei­bers Teu­to­bur­ger Ener­gie Netz­werk eG (Ten) ein Groß­teil der Ver­brau­cher in Hil­ter wie­der mit Strom ver­sorgt. Ein­zel­ne ver­blei­ben­de Orts­netz­sta­tio­nen konn­ten aber erst nach der Re­pa­ra­tur der Frei­lei­tung rund ei­ne St­un­de spä­ter wie­der zu­ge­schal­tet wer­den. Durch die Mul­de des Sat­tel­kip­pers wur­den zwei Lei­ter­sei­le der Mit­tel­span­nungs­frei­lei­tung, die ober­halb der A 33 zwi­schen den Stra­ßen Zum Kalk­bruch und Borg­lo­her Stra­ße ver­läuft, ge­dehnt und die Alu­mi­ni­um­um­hül­lun­gen be­schä­digt.

Für die Re­pa­ra­tur der Lei­tung wur­de die Au­to­bahn auch in Fahrt­rich­tung Bie­le­feld für rund ei­ne St­un­de ge­sperrt, da die Ge­fahr be­stand, dass die Lei­ter­sei­le in den fah­ren­den Ver­kehr fal­len könn­ten. In der Zeit wur­den die schad­haf­ten Stel­len her­aus­ge­schnit­ten und durch neue Ab­schnit­te er­setzt.

Zur Be­he­bung der Scha­dens­si­tua­ti­on wa­ren vie­le Ten-Mit­ar­bei­ter im Ein­satz, die bei den Ar­bei­ten von ei­nem Di­enst­leis­ter un­ter­stützt wur­den.

Wie ge­nau es zu dem Scha­den kom­men konn­te, ist noch of­fen. Die Frei­lei­tung sei in „norm­ge­rech­ter Hö­he“ in­stal­liert ge­we­sen, so die Ten. Norm­ge­recht, das be­deu­tet in die­sem Fall, dass zwi­schen Fahr­bah­no­ber­flä­che und Lei­ter­seil ein Min­dest­ab­stand von 6,6 Me­tern ein­ge­hal­ten wer­den muss. „Bei Ar­bei­ten im Erd­reich hat der Un­ter­neh­mer die Pflicht vor Ar­beits­be­ginn ei­ne Plan­aus­kunft beim ört­li­chen Ener­gie­ver­sor­ger über mög­li­che im Erd­reich ver­leg­te Lei­tun­gen zu er­fra­gen. Die­se Pflicht gibt es bei Frei­lei­tun­gen nicht, da Sie je­der­zeit vi­su­ell er­kenn­bar sind“, er­läu­tert Tho­mas Sun­dag von der Ten. Der Ener­gie­ver­sor­ger Westnetz gibt in sei­ner „Schutz­an­wei­sung Ver­sor­gungs­an­la­gen für Bau­fach­leu­te/Bau­her­ren“vor, dass Bau­ma­schi­nen und Lkw zu 10-kV-Lei­tun­gen ei­nen Schutz­ab­stand von min­des­tens drei Me­tern ein­hal­ten. Bei ei­ner „un­um­gäng­li­chen An­nä­he­rung“müs­se der Be­reich zu­sätz­lich ge­si­chert wer­den.

Fo­to: Teu­to­bur­ger Ener­gie Netz­werk eG

Voll­kon­takt: Die Lei­ter­sei­le der 10-kV-Lei­tung über der A 33 wur­den durch die Be­rüh­rung ge­dehnt und die Alu­mi­ni­um­um­hül­lun­gen be­schä­digt.

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