Was darf Mer­kel, was darf See­ho­fer?

Neue Osnabrucker Zeitung - Stadt Osnabruck - - EINBLICKE - dpa

Drei Grund­sät­ze re­geln den Um­gang und die Ar­beits­tei­lung im Bun­des­ka­bi­nett: Das Kanz­ler­prin­zip: Hier­bei sind die Mi­nis­ter an die Wei­sun­gen der Re­gie­rungs­che­fin ge­bun­den: „Der Bun­des­kanz­ler be­stimmt die Richt­li­ni­en der Po­li­tik und trägt da­für die Ver­ant­wor­tung“, heißt es in Ar­ti­kel 65 des Grund­ge­set­zes. Das Kol­le­gi­al­prin­zip:

Kanz­le­rin und Ka­bi­nett ent­schei­den über Fra­gen von all­ge­mei­ner po­li­ti­scher Be­deu­tung ge­mein­sam. Bei Dif­fe­ren­zen hat die Kanz­le­rin das letz­te Wort. Res­sort­prin­zip:

Da­bei lei­tet je­der Mi­nis­ter sei­nen Ge­schäfts­be­reich in Ei­gen­ver­ant­wor­tung. In die Be­fug­nis­se des Mi­nis­ters di­rekt hin­ein­re­gie­ren darf die Kanz­le­rin nicht. Mi­nis­ter müs­sen aber dar­auf ach­ten, dass Ent­schei­dun­gen im von der Kanz­le­rin vor­ge­ge­ben po­li­ti­schen Rah­men blei­ben. „Äu­ße­run­gen ei­nes Bun­des­mi­nis­ters, die in der Öf­fent­lich­keit er­fol­gen oder für die Öf­fent­lich­keit be­stimmt sind, müs­sen mit den vom Kanz­ler ge­ge­be­nen Richt­li­ni­en der Po­li­tik in Ein­klang ste­hen“, be­sagt Pa­ra­graf 12 der Ge­schäfts­ord­nung der Bun­des­re­gie­rung.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.