Grup­pe F: Der Ti­tel­ver­tei­di­ger muss die Ne­ben­ge­räu­sche aus­blen­den

Neun Welt­meis­ter von 2014 bei Deutsch­land da­bei / Me­xi­ko will das fünf­te Spiel / Schwe­den setzt auf Te­am­geist / Nur Son macht Süd­ko­rea Hoff­nung

Neue Osnabrucker Zeitung - Stadt Osnabruck - - WM-KICK! -

Das üb­li­che Ge­re­de und Ge­tö­se rund um die deut­sche Na­tio­nal­mann­schaft hat am Sonn­tag vo­r­erst ein En­de. Der Ti­tel­ver­tei­di­ger star­tet in Grup­pe F in die WM – und be­kommt es mit sper­ri­gen Geg­nern zu tun.

Als Welt­meis­ter geht Deutsch­land vier Jah­re spä­ter na­tür­lich als Mit­fa­vo­rit ins Ren­nen. Vom 2014er-Ka­der sind zwar nur noch neun Spie­ler da­bei, bis auf Mat­thi­as Gin­ter wer­den aber vor­aus­sicht­lich al­le im ers­ten Spiel ge­gen Me­xi­ko in der Start­elf ste­hen. Fit ist auch Ma­nu­el Neu­er, der sei­nen Mit­tel­fuß­bruch recht­zei­tig aus­ku­riert hat und im Tor ste­hen wird. Ab­ge­se­hen da­von gab es im Vor­feld vie­le Dis­kus­sio­nen. Da­zu ge­hör­te der Auf­tritt von Il­kay Gün­do­gan und Me­sut Özil mit dem tür­ki­schen Prä­si­den­ten Re­cep Er­do­gan, aber auch die zu­letzt eher schwa­chen Auf­trit­te der Mann­schaft. Nur wenn es dem DFB-Team gel­int, die­se Ne­ben­ge­räu­sche aus­zu­blen­den und sich voll auf das Ziel zu kon­zen­trie­ren, ist ei­ne Ti­tel­ver­tei­di­gung im Be­reich des Mög­li­chen.

Auf­takt­geg­ner Me­xi­ko ist be­reits zum 16. Mal bei ei­ner End­run­de da­bei. Er­fah­rung ist al­so zwei­fel­los vor­han­den, auch im ak­tu­el­len Ka­der. Al­lein in der Qua­li­fi­ka­ti­on wur­den 45 Spie­ler ein­ge­setzt. Für die Me­xi­ka­ner, bei de­nen der frü­he­re Le­ver­ku­se­ner Chicha­ri­to im An­griff die Haupt­rol­le spielt, gilt es, ein Trau­ma zu über­win­den. Sa­ge und schrei­be sechs­mal in Fol­ge sind die Mit­tel­ame­ri­ka­ner zu­letzt je­weils im Ach­tel­fi­na­le aus­ge­schie­den. Das „fünf­te Spiel“, wel­ches ein Vier­tel­fi­na­le wä­re, ist in Me­xi­ko ein ge­flü­gel­tes Wort ge­wor­den. Die Chan­ce da­zu ist auf je­den Fall da.

In die nächs­te Run­de ein­zie­hen möch­te auch Schwe­den.

Zum ers­ten Mal seit 2006 sind die Skan­di­na­vi­er wie­der bei der WM da­bei. Nach dem Sieg in den Play­offs ge­gen Ita­li­en ist das Selbst­ver­trau­en groß – auch oh­ne Zla­tan Ibra­hi­mo­vic. Der Su­per­star spielt bei Trai­ner Jan­ne An­ders­son kei­ne Rol­le mehr. Viel mehr kommt Schwe­den über die mann­schaft­li­che Ge­schlos­sen­heit. Al­ler­dings fehlt ei­ni­gen Spie­lern der Rhyth­mus, da sie ent­we­der ver­letzt wa­ren oder bei ih­ren Ver­ei­nen nicht re­gel­mä­ßig zum Ein­satz ge­kom­men sind.

Kla­rer Au­ßen­sei­ter in der Grup­pe ist Süd­ko­rea. Die Qua­li­fi­ka­ti­on lief holp­rig, die Ab­wehr weist gro­ße Schwä­chen auf und Trai­ner Ta­eYong Shin ist um­strit­ten. Hoff­nung macht ei­gent­lich nur Ex-Bun­des­li­ga­spie­ler He­ung-Min Son, der ein­zi­ge Spie­ler mit in­ter­na­tio­na­ler Klas­se im Ka­der.

Ein­lauf­tipp

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.