Grup­pe G: Zwi­schen Bel­gi­en und En­g­land geht es um Platz eins

„Gol­de­ne Ge­ne­ra­ti­on“um de Bruy­ne will mehr / Pa­na­ma der größ­te Au­ßen­sei­ter / Tu­ne­si­en ver­misst den Ka­pi­tän / An­füh­rer Ka­ne und reich­lich Ta­lent

Neue Osnabrucker Zeitung - Stadt Osnabruck - - WM-KICK! -

Der Be­griff „Ge­heim­fa­vo­rit“trifft auf Bel­gi­en mitt­ler­wei­le nicht mehr so wirk­lich zu. In Grup­pe G trifft das hoch­ka­rä­tig be­setz­te Team aber auf ei­nen Geg­ner, der die­se Rol­le bei der WM durch­aus ein­neh­men kann.

Groß wa­ren die Er­war­tun­gen an Bel­gi­en bei den ver­gan­ge­nen Tur­nie­ren. Die „gol­de­ne Ge­ne­ra­ti­on“um Ke­vin de Bruy­ne, Eden Ha­zard und Rome­lu Lu­ka­ku ist im­mer noch ver­gleichs­wei­se jung, zum ganz gro­ßen Wurf hat es aber noch nicht ge­reicht. Das soll sich jetzt mög­lichst än­dern. Die Mann­schaft ist vor al­lem in der Top­for­ma­ti­on erst­klas­sig be­setzt und hat sehr vie­le of­fen­si­ve Op­tio­nen. Sor­gen be­rei­tet al­ler­dings mal wie­der Vin­cent Kom­pa­ny. Der Ab­wehr­chef droht mit ei­ner Leis­ten­ver­let­zung aus­zu­fal­len. Oh­ne ihn wür­de der an­fäl­li­gen De­fen­si­ve die drin­gend be­nö­tig­te Sta­bi­li­tät wie vor zwei Jah­ren bei der EM feh­len.

Der größ­te Au­ßen­sei­ter die­ser WM kommt aus Pa­na­ma. Ganz knapp ha­ben sich die Mit­tel­ame­ri­ka­ner durch ein ir­re­gu­lä­res Tor erst­mals für ei­ne End­run­de qua­li­fi­ziert. Prä­si­dent Juan Car­los Va­re­la rief ei­lig ei­nen Fei­er­tag aus, die Eu­pho­rie ist rie­sig. Die Chan­cen sind al­ler­dings nicht nur we­gen der star­ken Geg­ner sehr ge­ring. Die Mann­schaft ist ho­hes in­ter­na­tio­na­les Ni­veau über­haupt nicht ge­wohnt, für vie­le Spie­ler wird es den­noch im fort­ge­schrit­te­nen Fuß­bal­ler­al­ter das High­light ih­rer Kar­rie­re.

Eben­falls oh­ne gro­ße Chan­cen dürf­te Tu­ne­si­en sein. Die Nord­afri­ka­ner ver­lo­ren in der Qua­li­fi­ka­ti­on zwar kein Spiel, lie­ßen aber nicht zu­letzt beim ent­schei­den­den Spiel ge­gen Li­by­en (0:0) Pro­ble­me in der Of­fen­si­ve er­ken­nen. Der Ka­der ist zwar tech­nisch durch­aus ver­siert, mit Yous­sef Ms­akni (Kreuz­band­riss) fehlt al­ler­dings der Ka­pi­tän und Kopf des An­griffs­spiels.

Ge­nau die­ser Füh­rungs­spie­ler ist bei En­g­land top­fit. Har­ry Ka­ne hat im Sturm von Tot­ten­ham Hot­spur ei­ne ex­zel­len­te Sai­son ge­spielt und soll die­se Form nun auch in Russ­land un­ter Be­weis stel­len. Trai­ner Ga­reth Sou­th­ga­te hat den 24-Jäh­ri­gen zum Ka­pi­tän er­nannt, oh­ne­hin ist die eng­li­sche Mann­schaft recht jung auf­ge­stellt. Ta­lent ist al­so reich­lich vor­han­den, die man­geln­de Er­fah­rung bei gro­ßen Tur­nie­ren könn­te vor al­lem im wei­te­ren Tur­nier­ver­lauf zum Pro­blem wer­den. Be­son­de­res Au­gen­merk wird au­ßer­dem Jor­dan Pick­ford er­hal­ten. Er steht im eng­li­schen Tor und be­klei­det da­mit ei­ne Po­si­ti­on, die in der Ver­gan­gen­heit nicht im­mer op­ti­mal be­setzt war.

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