Zünd­schlüs­sel-Un­fall: Kei­ne Le­bens­ge­fahr

Staats­an­walt­schaft über­nimmt

Neue Osnabrucker Zeitung - Stadt Osnabruck - - REGION - Von Micha­el Hen­ge­hold

MEL­LE Die bei­den Frau­en, die in Mel­le-Neu­en­kir­chen von ei­nem Au­to er­fasst wur­den, weil ein Kind den Zünd­schlüs­sel ge­dreht hat­te, sind nicht le­ben­ge­fähr­lich ver­letzt wor­den.

Die Po­li­zei hat den Un­glücks­fall in­zwi­schen an die Staats­an­walt­schaft in Os­na­brück über­ge­ben, sag­te ein Po­li­zei­spre­cher un­se­rer Re­dak­ti­on auf An­fra­ge. Das be­stä­tigt Ober­staats­an­walt Alex­an­der Re­te­mey­er als Spre­cher der Staats­an­walt­schaft. Eben­so die Tat­sa­che, dass die bei­den Frau­en nicht in Le­bens­ge­fahr schwe­ben.

Am frü­hen Mitt­woch­abend hat­te ein zwei­jäh­ri­ges Kind auf ei­nem Pri­vat­grund­stück in Neu­en­kir­chen den Zünd­schlüs­sel ei­nes Wa­gens um­ge­dreht. Das Au­to macht dar­auf­hin ei­nen Satz nach vor­ne und er­fass­te ei­ne 18jäh­ri­ge und ei­ne 58-jäh­ri­ge Frau, die auf ei­ner Bank sa­ßen.

Mut­ter und Ver­wand­te

Da­bei ha­be es sich um die Mut­ter so­wie ei­ne Ver­wand­te ge­han­delt, be­rich­tet der Ober­staats­an­walt. In­for­ma­tio­nen der Staats­an­walt­schaft zu­fol­ge hat­te die Mut­ter das Kind schon in das Au­to ge­setzt, um sich von der Ver­wand­ten noch zu ver­ab­schie­den.

Die Staats­an­walt­schaft wer­de aber in die­sem Fall nicht wei­ter tä­tig werden, es sei denn, es er­ge­be sich ein Ver­dacht auf fahr­läs­si­ge Kör­per­ver­let­zung, er­läu­ter­te der Ober­staats­an­walt. Das könn­te zum Bei­spiel der Fall sein, wenn das Kind so et­was schon ein­mal ge­macht hät­te und die Mut­ter da­mit hät­te rech­nen müs­sen, dass es wie­der pas­sie­ren könn­te.

An­de­re Mög­lich­kei­ten, dass wei­te­re Er­mitt­lun­gen ge­führt werden, wä­ren, das ei­ne der bei­den ver­letz­ten Frau­en ei­nen Straf­an­trag stellt, was in­ner­halb von drei Mo­na­ten er­fol­gen müss­te. Oder ein öf­fent­li­ches In­ter­es­se an der Straf­ver­fol­gung vor­lie­ge. Letz­te­res sei in die­sem Fall je­doch nicht ge­ge­ben, so Re­te­mey­er.

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