EU: Mit­glie­der sol­len ent­schlos­se­ner ab­schie­ben

Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst - - POLITIK -

AFP BER­LIN. Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on hat die EUStaa­ten zu mehr Ent­schlos­sen­heit bei Ab­schie­bun­gen auf­ge­for­dert. Es sei „nicht ak­zep­ta­bel, dass die­je­ni­gen, die kein Blei­be­recht in der EU ha­ben, ir­re­gu­lär oder heim­lich in den Mit­glieds­län­dern blei­ben“, sag­te In­nen­kom­mis­sar Di­mi­tris Av­ra­mo­pou­los der „Welt“. „Rück­füh­rung und Rück­über­nah­me sind von größ­ter Be­deu­tung.“

„Wir müs­sen mu­ti­ger sein und zu­sam­men ein eu­ro­päi­sches Rück­füh­rungs­sys­tem auf­bau­en“, sag­te der In­nen­kom­mis­sar. „Es darf kei­nen Raum für ei­nen Miss­brauch des Sys­tems ge­ben“, sag­te Av­ra­mo­pou­los. „Wenn das Ri­si­ko be­steht, dass Per­so­nen sich mit Blick auf ei­ne Rück­füh­rungs­ent­schei­dung der Zu­sam­men­ar­beit ver­wei­gern, dann soll­ten die Mit­glied­staa­ten sie, wenn nö­tig, in Ab­schie­be­haft neh­men.“

Wie die „Welt“un­ter Be­ru­fung auf die EU-Grenz­schutz­agen­tur Fron­tex be­rich­tet, wur­den 2016 mehr als 40 Pro­zent der eu­ro­pa­weit ins­ge­samt 305 000 Aus­rei­se­ent­schei­dun­gen nicht um­ge­setzt.

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