Bür­ger­initia­ti­ve ge­gen Ver­kehrs­be­las­tung

Zu vie­le Au­tos an der Hem­ker Stra­ße

Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst - - RUND UM OSNABRÜCK -

bjd/pm BRAMSCHE. An­woh­ner von Hem­ker Stra­ße, Goe­theund Schu­bert­stra­ße in Bramsche ha­ben ei­ne Bür­ger­initia­ti­ve ge­grün­det, um ge­mein­sam ge­gen das ho­he Ver­kehrs­auf­kom­men vor­zu­ge­hen.

„Wir wol­len im Ver­kehrs­we­ge­plan auf der Prio­ri­tä­ten­lis­te ste­hen.“In die­sem Punkt wa­ren sich die Mit­glie­der der Initia­ti­ve Hem­ker Stra­ße/Goe­the­s­tra­ße/Schu­bert­stra­ße ei­nig. Dem Auf­ruf zur In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung folg­ten vie­le An­woh­ner der be­trof­fe­nen Stra­ßen und ga­ben ih­re Un­ter­schrift für ei­ne Pe­ti­ti­on. Ei­ni­ge ver­su­chen be­reits seit Jah­ren, ei­ne Ent­las­tung der be­trof­fe­nen Be­rei­che zu er­wir­ken. „Die Stadt hilft uns nicht“, brach­te ei­nes der Grün­dungs­mit­glie­der, Jür­gen Wer­mey­er, das Pro­blem aus Sicht der An­woh­ner auf den Punkt.

Zwar sei die Hem­ker Stra­ße da­für aus­ge­legt, Ver­kehr auf­zu­neh­men, aber die Gren­ze des Zu­mut­ba­ren sei nun weit über­schrit­ten. Selbst ei­ne von der Stadt Bramsche 2002 in Auf­trag ge­ge­be­ne Ex­per­ti­se, die vor ei­nem zu ho­hen Ver­kehrs­auf­kom­men warn­te und ins­be­son­de­re für die Hem­ker Stra­ße ei­ne drin­gend er­for­der­li­che Ent­las­tung emp­fahl, wer­de „kon­se­quent igno­riert“.

Im Wahl­kampf sei sich die Po­li­tik über die ka­ta­stro­pha­le Ver­kehrs­si­tua­ti­on ei­nig ge­we­sen. Ech­te Lö­sungs­vor­schlä­ge zur Ent­las­tung der be­trof­fe­nen Be­rei­che ha­be es bis­her aber nicht ge­ge­ben. An­woh­ner be­rich­ten von Lkw-Fah­rern, die re­gel­mä­ßig und kon­se­quent das Durch­fahrt­ver­bot igno­rie­ren. „Un­se­re ei­ge­nen re­prä­sen­ta­ti­ven Ver­kehrs­über­prü­fun­gen be­le­gen dies“, be­rich­te­te Man­fred End­ler. Auch Ge­fahr­gut­trans­por­ter sei­en ge­sich­tet wor­den.

Die bau­li­che Er­schlie­ßung von Hem­ke I, II und III, wei­te­re wohn­bau­li­che Maß­nah­men so­wie die Ent­wick­lung des In­dus­trie­stand­or­tes Ach­mer oh­ne ent­spre­chen­de Ent­las­tungs­stra­ßen hät­ten das „Ver­kehrs­cha­os“, wie die Initia­ti­ve for­mu­liert, zu­sätz­lich ver­stärkt.

Angst um Kin­der

„Ich ha­be Angst, mit mei­nen Kin­dern über die Stra­ße zu ge­hen“, so ei­ne An­woh­ne­rin aus der Schu­bert­str. Vie­le Au­to­fah­rer hiel­ten sich nicht an die Ge­schwin­dig­keits­be­gren­zun­gen. Bei der Stadt sei sie mit ih­ren Sor­gen al­ler­dings ab­ge­wie­sen wor­den. „Die Stadt muss un­se­re Pro­ble­me ernst neh­men und zu­kunfts­ori­en­tier­te Lö­sungs­vor­schlä­ge ma­chen“, sag­te Vol­ker Voigt. Die An­woh­ner sei­en nicht zu­stän­dig, die Ar­beit der Po­li­tik zu über­neh­men. „Wir kön­nen nur auf­merk­sam ma­chen, dass sich die Le­bens­qua­li­tät in un­se­ren Stra­ßen sehr ver­schlech­tert hat.“

Nicht zu­letzt die Um­lei­tung über die stark be­las­te­ten Ge­bie­te wäh­rend der Sa­nie­rungs­maß­nah­men an der K 165 zwi­schen Pen­te und Ach­mer ver­schlim­me­re die Si­tua­ti­on. „Sie gibt auch ei­nen Vor­ge­schmack auf die Zu­kunft, wenn sich hier nichts än­dert.“

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