Feu­er­wehr­haus wird 2018 er­wei­tert

Belm be­kommt Stell­platz für den Ge­rä­te­wa­gen Ge­fahr­gut – Kos­ten von 560 000 Eu­ro

Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst - - RUND UM OSNABRÜCK - Von Ni­na Stra­kel­jahn

Ei­gent­lich ist es die Wasch­hal­le für Feu­er­wehr­fahr­zeu­ge, doch mo­men­tan wird sie als Stell­platz für den Ge­rä­te­wa­gen Ge­fahr­gut ge­nutzt. Denn im Bel­mer Feu­er­wehr­haus herrscht Platz­man­gel. Nun soll ein zu­sätz­li­ches Ge­bäu­de er­rich­tet wer­den.

BELM. Wenn al­les nach Plan läuft, sol­len die Bau­ar­bei­ten im Früh­som­mer 2018 be­gin­nen und En­de des Jah­res be­en­det sein, sagt Bür­ger­meis­ter Vik­tor Her­meler. Ins­ge­samt 560 000 Eu­ro soll der Bau kos­ten, dar­in sind auch die Pla­nungs­kos­ten in Hö­he von 40 000 Eu­ro ent­hal­ten. Die Pla­nungs­kos­ten hat­ten im ver­gan­ge­nen Jahr für Streit im Ge­mein­de­rat ge­sorgt, so­dass der Haus­halt zu­nächst nicht ver­ab­schie­det wur­de.

Als das Feu­er­wehr­haus 1986 ge­baut wur­de, wur­den al­le Vor­schrif­ten ein­ge­hal­ten. Im Jahr 1991 über­nahm die Feu­er­wehr zu­sätz­lich den Ge­rä­te­wa­gen Ge­fahr­gut, al­ler­dings oh­ne ei­nen Stell­platz zu ha­ben. Des­halb muss­te die Wasch­hal­le her­hal­ten. Doch die ist ei­gent­lich zu klein. Wenn die Tü­ren des Fahr­zeugs ge­öff­net wer­den, ist zu we­nig Ab­stand zur Wand. Ei­gent­lich soll­ten es 50 Zen­ti­me­ter sein, es sind aber nur zwi­schen 24,5 und 32,5 Zen­ti­me­ter. Die ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten wer­den der­zeit nicht ein­ge­hal­ten. Er­schwe­rend kommt hin­zu, dass die Flie­sen schnell rut­schig und so­mit zu ei­ner Ge­fah­ren­stel­le wer­den. Die stän­di­ge Feuch­tig­keit scha­det au­ßer­dem Fahr­zeug und Be­la­dung, sagt Ge­mein­de­brand­meis­ter Lars von Doom.

Doch das ist nur ein Pro­blem. 2014 be­kam die Feu­er­wehr ein Not­strom­ag­gre­gat, für das kein Raum zur Ver­fü­gung steht. Für ei­nen An­hän­ger für ei­nen Öl­scha­den­ein­satz fehlt eben­falls ein Stell­platz. Sie sind des­halb hin­ter dem Ein­satz­leit­wa­gen un­ter­ge­bracht, al­ler­dings wer­den auch dort die Vor­schrif­ten nicht ein­ge­hal­ten. Ein wei­te­res Pro­blem ist ak­tu­ell der feh­len­de Hoch­was­ser­schutz für die Ge­mein­de, da kei­ne Sand­sä­cke ge­la­gert wer­den kön­nen, er­klärt Her­meler. Mit dem Neu­bau soll sich das än­dern.

Ge­plant ist das Ge­bäu­de ne­ben dem jet­zi­gen Feu­er­wehr­haus. Dort ste­hen der­zeit noch Ga­ra­gen und ein klei­nes Wald­stück. Ein Weg zwi­schen den bei­den Ge­bäu­den soll er­hal­ten blei­ben. In dem Ge­bäu­de sol­len ei­ne Fahr­zeug­hal­le und ei­ne Lo­gis­tik­hal­le ent­ste­hen. In der Fahr­zeug­hal­le ist dann ent­spre­chend viel Platz für den Ge­rä­te­wa­gen Ge­fahr­gut so­wie die bei­den An­hän­ger.

In der Lo­gis­tik­hal­le sol­len un­ter an­de­rem die Sand­sä­cke ge­la­gert wer­den. Ins­ge­samt sol­len dann et­wa 1000 ab­ge­füll­te Sä­cke be­reit­lie­gen, er­klärt von Doom. Wei­te­re 1000 lee­re Sä­cke kön­nen dann bei Be­darf mit den ge­plan­ten zwei Sand­sack­ab­füll­sta­tio­nen her­ge­rich­tet wer­den. Dann sei man im Ernst­fall gut für den Ein­satz ge­rüs­tet, sagt Her­meler.

Lars von Doom und sein Team sind froh, dass der Neu­bau nun rea­li­siert wird. Auch Vik­tor Her­meler ist da­von über­zeugt, dass Ein­sät­ze dann rei­bungs­lo­ser ab­lau­fen kön­nen und so der Schutz der Bür­ger noch bes­ser ge­währ­leis­tet wer­den kann. Ziel­vor­ga­be der Feu­er­wehr ist es, wie die bei­den be­to­nen, dass das ers­te Fahr­zeug in­ner­halb von 13 Mi­nu­ten nach der Alar­mie­rung am Ein­satz­ort ist.

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Fo­to: Swa­ant­je Heh­mann

Wenn die Tür des Ge­rä­te­wa­gens ge­öff­net wird, ist der Ab­stand zur Wand nicht groß ge­nug, wie Ge­mein­de­brand­meis­ter Lars von Doom de­mons­triert. Ne­ben dem bis­he­ri­gen Feu­er­wehr­haus ent­steht der Neu­bau.

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