Tau­sen­de pro­tes­tie­ren ge­gen Pe­gi­da

De­mons­tra­tio­nen zum drit­ten Jah­res­tag – AfD-Ab­ge­ord­ne­te als Red­ner

Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst - - POLITIK -

AFP/epd DRES­DEN. Rund 3000 Men­schen ha­ben am Sams­tag in Dres­den ge­gen Frem­den­feind­lich­keit und Ras­sis­mus de­mons­triert. An­lass war der drit­te Jah­res­tag der frem­den­feind­li­chen „Pe­gi­da“-Be­we­gung, die dies­mal mehr als 3000 An­hän­ger auf dem Dresd­ner Thea­ter­platz ver­sam­mel­te. Dem Auf­ruf der Initia­ti­ve „Herz statt Het­ze“zu Ge­gen­pro­tes­ten folg­ten auch Po­li­ti­ker, dar­un­ter Sach­sens stell­ver­tre­ten­der Mi­nis­ter­prä­si­dent Mar­tin Du­lig so­wie Wis­sen­schafts­und Kunst­mi­nis­te­rin EvaMa­ria Stan­ge (bei­de SPD).

An der Pe­gi­da-Ver­an­stal­tung wie­der­um nah­men auch AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te teil. So be­rich­te­te der um­strit­te­ne Rich­ter Jens Mai­er von sei­nen ers­ten Er­fah­run­gen in Ber­lin: „Das ist kei­ne Eli­te, das ist ei­ne Funk­ti­ons­eli­te, und wir wer­den die­se Leu­te aus dem Feld schla­gen.“Der AfD-Ab­ge­ord­ne­te Hei­ko Hes­senk­em­per sag­te den Pe­gi­da-An­hän­gern, sei­ne Par­tei wer­de für „das En­de der Aus­plün­de­rung und der Aus­lö­schung Deutsch­lands kämp­fen“.

Das Bünd­nis „Herz statt Het­ze“hat­te zu dem Zug „Für ein Dres­den oh­ne Ras­sis­mus“auf­ge­ru­fen. Wei­te­re Ge­gen­kund­ge­bun­gen stan­den un­ter dem Mot­to „Na­tio­na­lis­mus raus aus den Köp­fen“und „Dres­den – kein Ort für Ras­sis­mus“. Kri­tik von­sei­ten der Pe­gi­da-Geg­ner gab es dar­an, dass Mi­nis­ter­prä­si­dent Sta­nislaw Til­lich und sein de­si­gnier­ter Nach­fol­ger Micha­el Kret­sch­mer (bei­de CDU) der Ver­an­stal­tung fern­blie­ben. Rund 600 Po­li­zis­ten wa­ren im Ein­satz, um Zu­sam­men­stö­ße zu ver­hin­dern.

Die Po­li­zei be­rich­te­te von der Ein­lei­tung ei­ni­ger Straf­ver­fah­ren. Un­ter an­de­rem wer­de der Bei­trag ei­nes Pe­gi­da-Red­ners auf „straf­recht­li­che Re­le­vanz“ge­prüft. Ein Pe­gi­da-De­mons­trant mit ei­nem Ha­ken­kreuz und ein Ge­gen­de­mons­trant mit ei­ner KPD-Fah­ne müss­ten sich zu­dem we­gen „des Ver­wen­dens von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Or­ga­ni­sa­tio­nen“ver­ant­wor­ten. Ge­gen ei­nen 49-jäh­ri­gen Pe­gi­da-Teil­neh­mer wur­de zu­dem nach ei­nem Faust­schlag ein Ver­fah­ren ein­ge­lei­tet.

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