Lind­ner mahnt Grü­ne zu Be­we­gung bei Ja­mai­ka

Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst - - POLITIK -

dpa BER­LIN. Mit ge­gen­sei­ti­gen Vor­wür­fen und dem Fest­hal­ten an ro­ten Li­ni­en in zen­tra­len The­men ge­hen die Ja­mai­ka-Un­ter­händ­ler in die nächs­te Son­die­rungs­wo­che. Die klei­ne Run­de der Ver­hand­ler von CDU, CSU, FDP und Grü­nen be­rät heu­te zu­nächst Bil­dung und Di­gi­ta­les, dann Ar­beit, Ren­te, Ge­sund­heit und Pfle­ge so­wie In­ne­res und Recht. Am Nach­mit­tag will die Grup­pe mit mehr als 50 Teil­neh­mern ei­ne Zwi­schen­bi­lanz zie­hen.

Die Sondierungsgespräche wa­ren am Don­ners­tag we­gen Streits ins­be­son­de­re in der Kli­ma- und Flücht­lings­po­li­tik ver­tagt wor­den. Am Wo­che­n­en­de be­kräf­tig­ten die Un­ter­händ­ler ih­re For­de­run­gen und ver­lang­ten von der je­weils an­de­ren Sei­te Ent­ge­gen­kom­men.

So warn­te der FDP-Vor­sit­zen­de Chris­ti­an Lind­ner in der „Bild am Sonn­tag“: „Wenn die Grü­nen sich bei den zu­künf­ti­gen Ge­sprä­chen nicht bewegen, bleibt Ja­mai­ka ein Luft­schloss.“Der stell­ver­tre­ten­de FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Alex­an­der Graf Lambs­dorff warb in der „Welt am Sonn­tag“aber für Ge­duld. An­ge­sichts der un­ter­schied­li­chen Part­ner sei es nor­mal, dass es an­fangs „noch ver­schie­de­ne Deu­tun­gen gibt und auch mal rum­pelt“.

Vor der Son­die­rungs­run­de zur So­zi­al­po­li­tik an die­sem Mon­tag for­der­te Ar­beit­ge­ber­prä­si­dent In­go Kra­mer, ei­ne Ober­gren­ze der So­zi­al­ab­ga­ben von 40 Pro­zent im Ko­ali­ti­ons­ver­trag fest­zu­schrei­ben. „So­zia­le Si­che­rung muss auch in Zu­kunft sta­bil und be­zahl­bar sein“, sag­te er. Wer Zeit­ar­beit, Werk­ver­trä­ge und be­fris­te­te Be­schäf­ti­gung wei­ter ge­setz­lich ein­schrän­ke, zer­stö­re Brü­cken in den Ar­beits­markt. Die Grü­nen ver­lang­ten da­ge­gen ei­ne Ein­schrän­kung be­fris­te­ter Ar­beits­ver­hält­nis­se.

Fo­to: dpa

Chris­ti­an Lind­ner

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