Fa­mi­li­en­nach­zug: De Mai­ziè­re ge­sprächs­be­reit, Sö­der nicht

Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst - - POLITIK -

AFP/KNA BERLIN. Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU) will sich noch vor Ab­schluss mög­li­cher Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen mit der SPD über den Fa­mi­li­en­nach­zug von Flücht­lin­gen ei­ni­gen. Man müs­se in ei­nem „et­was fort­ge­schrit­te­nen Ver­fah­ren der Ge­sprä­che“über par­la­men­ta­ri­sche Initia­ti­ven spre­chen, so de Mai­ziè­re.

Die Uni­on will den der­zeit aus­ge­setz­ten Fa­mi­li­en­nach­zug für Flücht­lin­ge mit ein­ge­schränk­tem Schutz ver­län­gern, die SPD lehnt dies ab. Da die Aus­set­zung bis März 2018 be­fris­tet ist, wür­de sie aus­lau­fen, wenn nicht ge­setz­lich ei­ne Ver­län­ge­rung be­schlos­sen wird. Das par­la­men­ta­ri­sche Ver­fah­ren da­für müss­te vor­aus­sicht­lich noch vor dem Ab­schluss et­wai­ger Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen in Gang ge­setzt wer­den.

Da­ge­gen warb Bay­erns de­si­gnier­ter Mi­nis­ter­prä­si­dent Mar­kus Sö­der (CSU) vor mög­li­chen Ge­sprä­chen über ei­ne Gro­ße Ko­ali­ti­on für ei­ne strik­te­re Flücht­lings­po­li­tik. Dass die SPD den Fa­mi­li­en­nach­zug für Flücht­lin­ge mit ein­ge­schränk­tem Schutz for­de­re, sei „ein Rück­schritt“. So­gar die Grü­nen hät­ten die CSU-Po­si­ti­on bei den Ja­mai­ka-Ge­sprä­chen ak­zep­tiert.

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