Ver­wir­rend

Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst - - MEDIEN / FERNSEHEN - Von Tobias Sun­der­diek

Top of the La­ke – Chi­na Girl, 20.15 Uhr

Zu­nächst schau­en nur die lan­gen schwar­zen Haa­re der Er­mor­de­ten her­aus. Als dann die Po­li­zis­tin Ro­bin den an den Strand von Syd­ney an­ge­schwemm­ten Kof­fer öff­net, fin­det sie ei­ne bis zur Un­kennt­lich­keit ver­un­stal­te­te Asia­tin dar­in. Ein grau­en­vol­ler Mord, noch da­zu an ei­ner Schwan­ge­ren.

So oder ähn­lich fan­gen Dut­zen­de TV-Kri­mis an. Nicht je­doch die zwei­te Staf­fel der Mi­ni­se­rie „Top of the La­ke“. Denn statt den Stand der Ent­wick­lun­gen vor­an­zu­trei­ben, in­ter­es­sie­ren sich die neu­see­län­di­sche Re­gis­seu­rin Ja­ne Cam­pi­on („Das Pia­no“) und ihr aus­tra­li­scher Kol­le­ge Ari­el Kleinmann vor al­lem für die per­sön­li­chen Um­stän­de ih­rer Haupt­per­son: wie sie nach ei­ner Ver­ge­wal­ti­gung mit 16 ihr Kind zur Ad­op­ti­on frei­ge­ge­ben hat und un­ter wel­chen Trau­ma­ta sie lei­det. Da­zu gibt es fe­mi­nis­ti­sche State­ments.

Ein ver­wir­ren­der Misch­masch. Für ei­nen Gen­re­film we­nig span­nend, für ein Dra­ma zu ge­schwät­zig – so düm­peln die neu­en Fol­gen vor sich hin. Auch ist scha­de, dass sich da­bei Top-Darstel­le­rin­nen wie Eli­sa­beth Moss oder Ni­co­le Kid­man in Zu­fäl­le ver­hed­dern, die lei­der arg kon­stru­iert wir­ken. Was bleibt, ist ge­pfleg­te Lan­ge­wei­le. Arte star­tet ab heu­te die ers­te von drei Dop­pel­fol­gen.

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