Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst

Kein Preis­nach­lass in Sicht

- Von Ni­na Kall­mei­er Coronavirus (COVID-19) · Auch

Wer dach­te, wäh­rend der Co­ro­na-Pan­de­mie ein Im­mo­bi­li­en-Schnäpp­chen ma­chen zu kön­nen, wird bis­lang ei­nes Bes­se­ren be­lehrt. Das „Be­ton-Gold“bleibt heiß be­gehrt, als gä­be es kei­ne Kri­se. Kein Wun­der: Ge­ra­de wer von zu Hau­se ar­bei­tet, lernt die hei­me­li­ge At­mo­sphä­re der ei­ge­nen vier Wän­de zu schät­zen und sehnt sich vi­el­leicht so­gar noch ein Ar­beits­zim­mer her­bei. Au­ßer­dem feh­len wei­ter­hin In­ves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten für An­le­ger, zu­mal sich nach dem Fall Wirecard vie­le wie­der die Fra­ge stel­len: Wie si­cher sind Ak­ti­en? Die ver­meint­lich kri­sen­fes­te Im­mo­bi­li­en­an­la­ge hat al­so Hoch­kon­junk­tur. Und da die Nach­fra­ge

das An­ge­bot deut­lich über­steigt, stei­gen die Prei­se mun­ter wei­ter.

Doch wie lan­ge kann das an­hal­ten? Mit­tel­fris­tig dürf­te die Co­ro­na-Pan­de­mie doch noch Fol­gen ha­ben. Haus­hal­ten fehlt auf­grund von Kurz­ar­beit oder ab­ge­sag­ter Auf­trä­ge Geld in der Kas­se. Auch die Zin­sen wer­den wie­der stei­gen, das hat Aus­wir­kun­gen auf An­schluss­fi­nan­zie­run­gen. Es wird der Zeit­punkt kom­men, an dem ers­te

Ei­gen­heim­be­sit­zer ih­re Ra­ten nicht mehr zah­len kön­nen. Die Mehr­zahl wird es al­ler­dings nicht tref­fen, so­dass sich Not­ver­käu­fe in Gren­zen hal­ten wer­den. Für Spar­füch­se sind das schlech­te Nach­rich­ten. Wenn die Zahl lu­kra­ti­ver An­ge­bo­te nicht deut­lich steigt, wer­den Im­mo­bi­li­en­prei­se in Me­tro­po­len und de­ren Um­ge­bung auch nicht fal­len. Im Ge­gen­teil.

n.kall­mei­er@noz.de

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