Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst

CSU-Po­li­ti­ker: Kei­ne Staats­auf­trä­ge mehr für EY

Aus­sa­ge­ver­wei­ge­rung zu Wirecard

- Christian Social Union

BER­LIN/FRANK­FURT Bei der Au­f­ar­bei­tung des Wirecard-Skan­dals hat der CSUFi­nanz­po­li­ti­ker Hans Mi­chel­bach ei­nen Aus­schluss der Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft EY von Re­gie­rungs­auf­trä­gen ins Spiel ge­bracht. Mi­chel­bach be­grün­det dies mit der Wei­ge­rung der Wirt­schafts­prü­fer, vor dem Un­ter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges zur Wirecard-Plei­te aus­zu­sa­gen. „Es ist je­den­falls klar, dass ei­ne Wirt­schafts­prü­fungs­und Be­ra­tungs­ge­sell­schaft, die ei­nen sol­chen Blo­cka­de­kurs un­ter­stützt, kein Ge­schäfts­part­ner mehr für die Bun­des­re­gie­rung sein kann“, sag­te Mi­chel­bach der „Augs­bur­ger All­ge­mei­nen“. Der CSU-Po­li­ti­ker ist stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Aus­schus­ses.

EY ge­hört zu den gro­ßen Be­ra­tungs- und Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaf­ten welt­weit. Zu den Kun­den ge­hört auch die Bun­des­re­gie­rung. EY tes­tier­te jah­re­lang den Jah­res­ab­schluss des Skan­dal­kon­zerns Wirecard, kam aber dem Be­trug um feh­len­de Mil­li­ar­den nicht auf die

Sch­li­che. Am Don­ners­tag sol­len drei Wirt­schafts­prü­fer des Un­ter­neh­mens Fra­gen der Ab­ge­ord­ne­ten im Un­ter­su­chungs­aus­schuss be­ant­wor­ten. Sie wol­len aber die Aus­sa­ge ver­wei­gern und be­ru­fen sich auf ih­re Ver­schwie­gen­heits­pflicht.

Krum­me Ak­ti­en­ge­schäf­te

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