Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst

Aus­schuss stellt die Wei­chen

Schon vie­le Be­wer­ber für das Ge­wer­be­ge­biet am Esel­s­patt

- Von Rai­ner Lah­mann-Lam­mert Osnabruck

OS­NA­BRÜCK Für das Ge­wer­be­ge­biet am Esel­s­patt gibt es zwar noch kei­nen rechts­kräf­ti­gen Be­bau­ungs­plan, aber schon vie­le Be­wer­ber. Das wur­de jetzt deut­lich, als der Aus­schuss für Stadt­ent­wick­lung und Um­welt die Wei­chen für das wei­te­re Ver­fah­ren stell­te – und zwar ein­stim­mig.

Das 15 Hekt­ar gro­ße Pl­an­ge­biet an der Au­to­bahn 30 wird der­zeit als Acker­land be­wirt­schaf­tet und gilt als letz­te gro­ße Frei­flä­che in Hel­lern. Nach den Vor­stel­lun­gen der Stadt soll der grö­ße­re Teil da­von für ei­ne ge­werb­li­che Nut­zung er­schlos­sen wer­den, im west­li­chen Teil sind Wald- und Wie­sen­flä­chen für Kom­pen­sa­ti­ons­maß­nah­men vor­ge­se­hen. In ei­ner frü­he­ren Bür­ger­be­tei­li­gung war der Flä­chen­ver­brauch kri­ti­siert wor­den, die Stadt­pla­ner wol­len des­halb Gras­dä­cher vor­schrei­ben und die Ver­sie­ge­lung von Park­plät­zen be­gren­zen.

Von der Aus­schuss­vor­sit­zen­den Anet­te Mey­er zu Stro­hen (CDU) gab es viel Lob für die groß­zü­gi­ge Be­grü­nung. Für die SPD-Frak­ti­on be­ton­te Rats­herr Hei­ko Pan­zer, dass mit der Pla­nung auch Grün­ver­bin­dun­gen ge­si­chert wür­den. Er be­dau­er­te zu­gleich, dass der ge­plan­te Kreis­ver­kehr an der Blan­ken­burg im ak­tu­el­len Ent­wurf nicht mehr vor­ge­se­hen ist, weil der Ei­gen

tü­mer ei­nes da­für be­nö­tig­ten Grund­stücks nicht ver­kaufs­be­reit sei.

Die Ver­kehrs­an­bin­dung des Ge­wer­be­ge­biets wird in Hel­lern kri­tisch ge­se­hen, weil das Stra­ßen­netz oh­ne­hin schon stark be­las­tet ist.

Jens Mei­er von den Grü­nen, der dem Aus­schuss als hin­zu­ge­wähl­tes Mit­glied an­ge­hört, sprach sich für ei­ne „stra­te­gi­sche Ver­mark­tung“der Ge­wer­be­grund­stü­cke aus, weil sich schon jetzt ab­zeich­ne, dass die Stadt Os­na­brück nicht mehr vie­le Flä­chen auf den Markt brin­gen kön­ne. Aus die­sem Grund sei es auch sinn­voll, mög­lichst in die Hö­he zu bau­en.

Nach dem Be­bau­ungs­plan­ent­wurf dür­fen bis zu drei Voll­ge­schos­se er­rich­tet wer­den, als ma­xi­ma­le Ge­bäu­de­hö­he sind 14,5 Me­ter an­ge­ge­ben. Bü­ro­ge­bäu­de sei­en „er­wünscht“, heißt es zur Nut­zung. Im Aus

schuss wur­de aber von meh­re­ren Po­li­ti­kern be­tont, dass auch Hand­werks­be­trie­be im Ge­wer­be­ge­biet am Esel­s­patt ei­ne Chan­ce be­kom­men soll­ten.

Für die Ver­mark­tung der Flä­chen ist die Wirt­schafts­för­de­rung Os­na­brück (WFO) zu­stän­dig. WFO-Pro­ku­ris­tin Pe­tra Berg­mann er­klär­te da­zu, dass bei der Ver­ga­be eng mit der Wirt­schaft und dem Er­schlie­ßungs­trä­ger, der Fir­ma Echt­er­hoff, ko­ope­riert wer­de. Zu­gleich mach­te sie deut­lich: „Für al­le Grund­stü­cke lie­gen schon Re­ser­vie­run­gen vor.“

Für das Ge­wer­be­ge­biet hat­te sich im Vor­feld der Sit­zung auch ei­ne un­ge­wöhn­li­che Al­li­anz aus­ge­spro­chen: IHK, Wirt­schafts­för­de­rung und IG Me­tall be­ton­ten in ei­ner ge­mein­sa­men Stel­lung­nah­me, dass am Esel­s­patt zahl­rei­che Ar­beits­plät­ze ent­ste­hen könn­ten.

 ?? Fo­to: Geo­da­ten Os­na­brück ?? Di­rekt an der Au­to­bahn A 30 liegt das ge­plan­te Ge­wer­be­ge­biet. Der Esel­s­patt ist der schma­le Weg am obe­ren Rand der mar­kier­ten Flä­che.
Fo­to: Geo­da­ten Os­na­brück Di­rekt an der Au­to­bahn A 30 liegt das ge­plan­te Ge­wer­be­ge­biet. Der Esel­s­patt ist der schma­le Weg am obe­ren Rand der mar­kier­ten Flä­che.

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