Neue Osnabrucker Zeitung - Wallenhorst

Ju­gend­her­ber­gen als Schu­le oder Impf­zen­trum?

Ein­rich­tun­gen in der Re­gi­on wä­ren ab so­fort ver­füg­bar

- Von An­dré Pot­te­baum North Sea · Osnabruck · Bremen · Leer · Rheine · Leer

OS­NA­BRÜCK Seit An­fang No­vem­ber ste­hen die Ju­gend­her­ge­ben zwi­schen Nord­see und Sau­er­land leer. Doch das könn­te sich bald än­dern. Geht es nach den Ein­rich­tun­gen, könn­ten sie ab so­fort von Schü­lern oder so­gar als Impf­zen­tren ge­nutzt wer­den – auch in Stadt und Land­kreis Os­na­brück so­wie im Ems­land. Das geht aus zwei Mit­tei­lun­gen der Lan­des­ver­bän­de Un­ter­we­serEms und West­fa­len-Lip­pe her­vor. „Un­se­re Häu­ser ver­fü­gen nicht nur über die pas­sen­de Aus­stat­tung, et­wa weil die vor­han­de­nen Grup­pen­räu­me schnell für ver­schie­de­ne Zwe­cke um­funk­tio­niert wer­den kön­nen, son­dern mit un­se­rem Fach­per­so­nal ist zum Bei­spiel auch die Ver­pfle­gung kein Pro­blem“, wer­den die Ge­schäfts­füh­rer der Ver­bän­de, Thors­ten Rich­ter und Gui­do Kal­ten­bach, zi­tiert.

Nach ei­ge­nen An­ga­ben könn­ten nicht nur die Räu­me, son­dern auch die In­fra­struk­tur so­wie die Aus­stat­tung ab so­fort ge­nutzt wer­den – als zu­sätz­li­che Klas­sen­räu­me, für die Un­ter­brin­gung ge­flüch­te

Als Lö­sung für das Platz­pro­blem in Schu­len wer­den Ju­gend­her­ber­gen ge­han­delt. ter oder ob­dach­lo­ser Men­schen, als Qua­ran­tä­ne-Sta­ti­on und so­gar als Impf­zen­tren. Die Ge­bäu­de könn­ten ex­klu­siv oder nur in ein­zel­nen Be­rei­chen ge­nutzt wer­den. Auf Nach­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on heißt es, dass die Land­krei­se und Städ­te von den bei­den Lan­des­ver­bän­den kon­tak­tiert wor­den sei­en, um über ei­ne Nut­zung et­wa als Impf­zen­tren ins Ge­spräch zu kom­men.

In der Ver­gan­gen­heit wur­den Ju­gend­her­ber­gen be­reits für an­de­re Zwe­cke ge­nutzt, heißt es wei­ter – die Ju­gend­her­ber­gen Bre­men und Teck­len­burg et­wa als Un­ter­künf­te für ge­flüch­te­te Men­schen. In Leer (Ost­fries­land) sei­en Sol­da­ten un­ter­ge­bracht, die den Ge­sund­heits­äm­tern bei der Kon­takt­ver­fol­gung hel­fen.

Eben­so wür­den die Her­ber­gen über gro­ße Au­ßen­an­la­gen und Spiel­ge­rä­te ver­fü­gen, die sich für ei­ne Nut­zung von Schu­len eig­nen wür­den.

Ge­nutzt wer­den könn­ten nach An­ga­ben der Ju­gend­her­ber­gen un­ter an­de­rem die Stand­or­te in Os­na­brück, am Alf­see, in Dam­me, in Mep­pen, Lin­gen und Bad Bent­heim so­wie ab 2021 in Teck­len­burg. Der Stand­ort in Rhei­ne, der mo­der­ni­siert wer­den soll und 2021 ge­schlos­sen bleibt, steht nicht zur Ver­fü­gung. Zwi­schen Nord­see und Sau­er­land schließt das An­ge­bot rund 50 Stand­or­te ein, so die Ver­bän­de.

Die Ein­rich­tun­gen an­der­wei­tig zu nut­zen hän­ge laut den Lan­des­ver­bän­den nicht von ei­nem En­de des Teil-Lock­downs ab, der zu­nächst bis zum 30. No­vem­ber gilt und dem zu­fol­ge tou­ris­ti­sche Über­nach­tun­gen un­ter­sagt sind.

Ei­ne Nut­zung sei auch des­halb mög­lich, weil be­reits in den ver­gan­ge­nen Wo­chen Un­ter­brin­gun­gen stor­niert und zum Bei­spiel Klas­sen­fahr­ten, das Haupt­ge­schäft der Ju­gend­her­ber­gen, zum Teil bis ins Früh­jahr 2022 ab­ge­sagt wor­den sei­en.

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Fo­to: dpa/Patrick Pleul

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