Pri­scill a Pres­ley

Neue Post - - Vorderseite - Re­na­to Leo

„ Ich ha­be im­mer noch Kon­takt mit El­vis“

Sie mag nur 1,63 cm sein, aber so­bald Pri­scil­la Pres­ley (71) mir ge­gen­über­sitzt, nimmt ih­re Prä­senz mich ge­fan­gen. Ihr Lä­cheln, das die eis­blau­en Au­gen zum Strah­len bringt. Ih­re lei­se, sanf­te Stim­me. Kein Wun­der, dass El­vis († 42) sich vor 58 Jah­ren auf ei­ner Par­ty in Bad Nau­heim auf den ers­ten Blick in sie ver­lieb­te.

Frau Pres­ley, da­mals wa­ren Sie erst 14 Jah­re alt …

Und wie al­le Mäd­chen in mei­nem Al­ter be­wun­der­te ich ihn, aber ich war kein Grou­pie, kein Fan.

Mit 16 sind Sie zu ihm nach Mem­phis ge­zo­gen, mit 21 Jah­ren ha­ben Sie ge­hei­ra­tet. Ha­ben Sie das Ge­fühl, ihm Ih­re Te­enager- Jah­re ge­op­fert zu ha­ben?

Das ha­be ich. Aber war es das Op­fer wert? Ja, un­be­dingt! Ich be­reue nichts. Ich ha­be meine Te­enager-Jah­re nicht ir­gend­je­man­dem ge­op­fert, son­dern mei­ner gro­ßen Lie­be.

Trotz­dem be­schrei­ben Sie Ih­re Zeit in der Vil­la „Gra­ce­land“als ein „ Le­ben im gol­de­nen Kä­fig“…

Das war es auch. Un­ser Le­ben spiel­te sich un­ter Aus­schluss der Öf­fent­lich­keit ab. Wir gin­gen zum Bei­spiel nie ins Re­stau­rant. Weil El­vis nicht woll­te, dass man ihn da­bei fo­to­gra­fier­te, wie er sich ge­ra­de ei­ne Ga­bel Spa­ghet­ti in den Mund schiebt.

Er zwang Ih­nen al­so oft sei­nen Wil­len auf?

Ich war nun mal ein junges, ver­lieb­tes Mäd­chen. An­fangs moch­te ich es, dass da ein neun Jah­re äl­te­rer Mann war, der sich um mich küm­mer­te. Ich emp­fand es nicht als Zwang, wenn er mir vor­gab, wel­che Klei­der ich tra­gen soll­te. Aber mit den Jah­ren fing ich an, mich von ihm zu eman­zi­pie­ren, meine ei­ge­ne Per­sön­lich­keit zu ent­wi­ckeln.

1973 lie­ßen Sie sich dann schei­den …

Aber nicht, weil ich nichts mehr für ihn emp­fand. Er war die Lie­be mei­nes Le­bens. Nur muss­te ich end­lich auf ei­ge­nen Bei­nen ste­hen und woll­te die Welt auf meine Wei­se ent­de­cken. Das wä­re als sei­ne Ehe­frau nicht mög­lich ge­we­sen. Wir gin­gen als Freun­de aus­ein­an­der. Uns war es wich­tig, dass un­se­re Toch­ter Li­sa Ma­rie nicht un­ter der Tren­nung lei­det und we­der ih­re Mut­ter noch ih­ren Va­ter mis­sen muss.

Doch El­vis starb be­reits 1977. Aber Sie ha­ben mal ge­sagt, dass Sie noch oft mit ihm in Kon­takt tre­ten. Wie darf ich mir das vor­stel­len?

Nun, auf ei­ner hö­he­ren Ebe­ne ste­hen wir im­mer noch in Kon­takt zu­ein­an­der. In man­chen Au­gen­bli­cken füh­le ich ganz deut­lich, wie sein Geist mich um­gibt. Wenn ich „Gra­ce­land“be­tre­te und durch die Ein­gangs­tür ge­he, mein Gott, dann kann ich El­vis wirk­lich die Trep­pen hin­un­ter­kom­men se­hen. Ich kann die Lie­der aus sei­nem Mu­sik­zim­mer hö­ren. Es ist ein sur­rea­les, über­na­tür­li­ches Ge­fühl, aber nicht be­ängs­ti­gend. Es ist ein­fach nur wun­der­schön.

Fa­mi­li­en­glück 1970: El­vis, Pri­scil­la und Toch­ter Li­sa Ma­rie (heu­te 49) „ Er war die Lie­be mei­nes Le­bens“– 1967 hei­ra­te­te die jun­ge Pri­scil­la den „ King of Rock ’n’ Roll“in Las Ve­gas. Doch die Ehe hielt nur sechs Jah­re

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