The­re­sa Ha­nich

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Sie lebt den Traum ih­rer Oma

D

ass ih­re Groß­mut­ter mit ei­nem Lä­cheln auf sie her­ab­schaut, weiß sie ge­nau. „ Ich hof­fe, dass sie

stolz auf mich ist“, sagt The­re­sa Ha­nich (33). „Denn ich le­be den Traum mei­ner Oma.“

Und dann er­zählt sie die Ge­schich­te ih­rer Groß­mut­ter Mat­hil­de († 96). „Sie woll­te im­mer Schau­spie­le­rin wer­den“, er­in­nert sich The­re­sa Ha­nich. Im zwei­ten Welt­krieg fing Mat­hil­de in Mün­chen mit der Aus­bil­dung zur Thea­ter­Darstel­le­rin an. „1944 hat Oma dann in Wi­en ih­re Büh­nen­rei­fe ge­macht, hat­te so­gar ei­ne gro­ße Rol­le in Aus­sicht.“

Doch dar­aus wur­de nichts: Das Haus der Fa­mi­lie wird in den Bom­ben­näch­ten zer­stört, Mat­hil­de muss sich dem Ernst des Le­bens stel­len, ei-

nen „Brot-Be­ruf“er­grei­fen. „ Es war kein Platz mehr für die Schau­spie­le­rei. Sie wur­de Er­zie­he­rin.“

Aber ihr un­er­füll­ter Wunsch, er leb­te Jahr­zehn­te spä­ter in Mat­hil­des En­kel­toch­ter The­re­sa auf. „Sie hat meine Ar­beit im­mer ver­folgt“, so die 33-Jäh­ri­ge, die jetzt als Fern­seh-Star ih­ren Durch­bruch fei­ert.

Als ih­re Oma vor drei Jah­ren starb, setz­te The­re­sa Ha­nich ihr ein Denk­mal. „Ich ha­be mein Thea­ter in Mün­chen nach ihr be­nannt. Es heißt ,Mat­hil­de Wes­tend‘.“

„ Kin­der sind Hoff­nun­gen“, sag­te einst der deut­sche Dich­ter No­va­lis († 1801). Und The­re­sa Ha­nich (l.) war die Hoff­nung ih­rer Groß­mut­ter Mat­hil­de († 2014)

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