„Wir grün­den ei­ne Se­nio­ren-WG“

12 Frau­en un­ter ei­nem dach

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Ein biss­chen klingt es wie ein mo­der­nes Mär­chen! Zwölf Se­nio­rin­nen woll­ten nicht län­ger al­lein le­ben. Sie hat­ten den Wunsch, selbst­be­stimmt alt

zu wer­den. Oh­ne Ein­sam­keit, oh­ne Angst. Dar­um ta­ten sich die Da­men in Ha­meln ent­schlos­sen zu ei­ner ein­zig­ar­ti­gen Haus­ge­mein­schaft zu­sam­men.

Dort ha­ben sie al­les, was das Herz be­gehrt: ei­ge­ne Woh­nun­gen, je nach Ge­schmack und Be­darf – so­wie groß­zü­gi­ge Ge­mein­schafts- zim­mer. Es gibt zum Bei­spiel ein Ate­lier, in dem die Freun­din­nen der Kunst frö­nen. Auch die gro­ße Kü­che ist ein Ort, an dem sich die Be­woh­ner gern tref­fen, um zu ba­cken, ko­chen und quat­schen.

„ Der Zu­sam­men­halt be­rei­chert uns sehr“

Gi­se­la Möres (69) hat die­ses tol­le Wohn­pro­jekt für Se­nio­rin­nen in Nie­der­sach­sen ge­plant, Ver­bün­de­te ge­sucht und den ers­ten Spa­ten­stich be­klatscht. „Ich bin so glück­lich hier“, schwärmt sie.

Nie fällt ei­nem die De­cke auf den Kopf, weil im­mer je­mand zum Re­den da ist. Und wenn ei­ne Be­woh­ne­rin krank wird, ist stets je­mand zur Stel­le, um zu hel­fen und zu trös­ten. Ein per­fek­ter Weg, um die klei­nen und gro­ßen Pro­ble­me des All­tags zu meis­tern! „Das be­rei­chert un­ser Le­ben enorm“, sind sich die Rent­ne­rin­nen ei­nig. Wich­tig da­bei: Trotz al­ler Ge­mein­schaft gibt es ge­nug Rück­zugs­mög­lich­kei­ten für al­le Frau­en. „Je­de hat hin­ter ih­rer Woh­nungs­tür auch noch ge­nug Pri­vat­sphä­re. Es ist ein­fach per­fekt!“, er­klärt WGG­rün­de­rin Gi­se­la.

Das se­hen die an­de­ren auch so. Mit­strei­te­rin El­frie­de (75) schwärmt von der ge­mein­sa­men Krea­ti­vi­tät. So spie­len die Frau­en so­gar zu­sam­men Thea­ter. Und Be­woh­ne­rin Hel­ga (73) möch­te auf die tol­len Ge­sprä­che nicht mehr ver­zich­ten. „Man hat Kon­takt, wir un­ter­neh­men viel und ach­ten auf­ei­nan­der. Ich füh­le mich hier ab­so­lut ge­bor­gen“, strahlt sie so an­ste­ckend, dass man gleich mit ein­zie­hen möch­te.

Im Mal­raum ge­hen El­frie­de Hönt­ze (75, r.) und Al­mut Oth­mer (79) ih­rem Hob­by nach

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