Für ih­ren Le­benstraum über­wand sie al­le Hür­den

Aus­ge­wan­dert nach Mallor­ca

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Hit­ze brü­tet über der Cos­ta de la Cal­ma im Süd­wes­ten Mallor­cas. Ul­la Kwast (66) strahlt im Gar­ten ih­res Häu­schens mit der Son­ne um die Wet­te. Seit 24 Jah­ren ist Mallor­ca ih­re Hei­mat. Da­für ließ sie ih­ren Bü­ro-Job und ih­re Woh­nung in Bochum hin­ter sich. Spon­tan und völ­lig über­ra­schend für ihr Um­feld. „Ei­gent­lich hat­te ich nur mei­nen Re­s­t­ur­laub auf­brau­chen wol­len“, sagt sie.

Ein Kurz- Ur­laub ver­än­der­te ihr Le­ben

So lan­det Ul­la im Ju­ni 1992 auf der In­sel und bucht ei­ne Bus-Tour durchs Lan­des­in­ne­re. „Auf die­ser Fahrt ist et­was mit mir pas­siert“, er­zählt sie. „Ich be­kam das Mallor­ca-Fie­ber!“

So­fort schrei­tet Ul­la zur Tat und spricht die deut­sche Be­trei­be­rin ei­nes Ca­fés in Pe­gue­ra an. Die hat gu­te Nach­rich­ten. In ih­rem Haus ist ei­ne Woh­nung frei und für ihr Lo­kal sucht sie ein „Mäd­chen für al­les“. Ob­wohl sie dort viel we­ni­ger ver­dient als in Deutsch­land, ist Ul­la Feu­er und Flam­me. Sie fühlt sich an­ge­kom­men, lernt flei­ßig Spa­nisch und trifft an ih­rem Ar­beits­platz so­gar ih­re gro­ße Lie­be.

Doch dann die Schick­sals­wen­de. Ul­las Le­bens­ge­fähr­te stirbt 1998. „Ich war wie tot, konn­te nicht mehr im Ca­fé ar­bei­ten.“Den­noch will sie ih­ren Aus­wan­de­rer-Traum nicht be­gra­ben. Ul­la rap­pelt sich auf, klap­pert al­le Ge­schäf­te ab, bis sie ei­nen neu­en Job fin­det. Har­te Ar­beit und Mut ma­chen sich be­zahlt.

Mitt­ler­wei­le be­sitzt Ul­la ein Häu­schen und ge­nießt ih­re klei­ne Ren­te. „Oft sit­ze ich ein­fach nur da, bli­cke in den Him­mel und ma­che Fo­tos von den Wol­ken. Das ist für mich pu­res Glück.“

„ Ei­ne von uns“: Die spa­ni­schen Nach­barn schät­zen die Deut­sche sehr Ul­la strahlt vor Glück, ist stolz auf ihr klei­nes Haus im Süd­wes­ten der schö­nen In­sel

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