Kei­ne Angst vor dem Fall

Neue Post - - Meine Gesundheit - Dr. An­ja Kwet­ka t Chef­ärz­tin der Kli­nik für Ger­ia­trie, Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Je­na ­

Was ist das Post- Fal­lSyn­drom?

Dar­un­ter ver­steht man die Angst nach ei­nem Sturz. Be­son­ders pro­ble­ma­tisch ist, dass sich Be­trof­fe­ne selbst in ih­rem Ak­ti­ons­ra­di­us ein­schrän­ken und we­ni­ger zu­trau­en. Die­se Angst be­steht wei­ter­hin, auch wenn die Sturz­fol­gen wie Prel­lun­gen be­reits lan­ge ab­ge­klun­gen sind.

Gibt es ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen Sturzangst und Stür­zen?

Ja, es be­steht ein er­höh­tes Ri­si­ko durch die Angst, er­neut zu stür­zen. Die Sturzangst führt zu Un­si­cher­heit beim Ste­hen und Ge­hen oder auch zum angst­be­ding­ten Fest­hal­ten am Mo­bi­li­ar. Die­ses Ver­hal­ten führt zu ei­ner Be­we­gungs­re­du­zie­rung, wo­durch das Sturz­ri­si­ko steigt.

Wie wer­de ich nach ei­nem Sturz wie­der si­che­rer?

Be­we­gung je­der Art ist hilf­reich. Zu­sätz­lich kann ei­ne ge­ziel­te Phy­sio­the­ra­pie da­zu bei­tra­gen, wie­der si­che­rer zu wer­den. Da­bei wird die Ko­or­di­na­ti­on, das Gleich­ge­wicht und die Mus­kel­kraft trai­niert. Bei stark aus­ge­präg­ten Angst­sym­pto­men kann ei­ne Kon­fron­ta­ti­on des Pa­ti­en­ten mit angst­aus­lö­sen­den Um­ge­bungs­fak­to­ren wie z. B. Bord­stein­kan­ten er­for­der­lich sein.

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