Skan­dal­frei auf Re­kord­kurs

Con­ti­nen­tal peilt auch 2016 neu­en Hö­hen­flug bei Um­satz und Ge­winn an

Neue Presse - - NACHRICHTEN -

HAN­NO­VER. Wäh­rend die Au­to­in­dus­trie durch Um­welt­sün­den mit Skan­da­len und Image­ver­lust zu kämp­fen hat, bleibt Con­ti auf rei­nem Re­kord­kurs. Nach „ho­hem Auf­trags­ein­gang im ers­ten Quar­tal“hebt der Au­to­zu­lie­fe­rer und IT-Ex­per­te sei­ne Ge­winn­pro­gno­se für 2016 an. „Bei kon­stan­ten Wech­sel­kur­sen“er­war­tet Kon­zern­chef El­mar De­gen­hart 2016 ei­nen neue Spit­zen­mar­ke von 41 Mil­li­ar­den Eu­ro Um­satz nach 39,2 im Jahr 2015. Vor Steu­ern sol­len dies­mal un­term Strich elf Pro­zent blei­ben.

„Die Au­to­mo­ti­ve Group wird auch mit­tel­fris­tig wei­ter so­li­de und er­trag­reich wach­sen“, zeig­te sich der Ma­na­ger ges­tern in der Haupt­ver­samm­lung im Han­no­ver Con­gress Cen­trum si­cher, Un­ter an­de­rem zie­he die welt­wei­te Fahr­zeug­pro­duk­ti­on mo­de­rat an, dar­un­ter vor al­lem die Au­to­märk­te in Eu­ro­pa und Chi­na, und er er­war­te ei­ne stei­gen­de Nach­fra­ge nach Pkw-Er­satz­rei­fen.

De­gen­hart be­ton­te auf Nach­fra­ge nach Ak­tio­närs­ver­tre­tern noch ein­mal, dass der Kon­zern nach Be­kannt­wer­den des Die­selskan­dals – in den der Au­to­zu­lie­fe­rer nicht ver­wi­ckelt ist – um­ge­hend die ei­ge­nen Sys­te­me un­ter die Lu­pe ge­nom­men ha­be. Das haus­ei­ge­ne Re­gel­werk für ge­set­zes­kon­for­me Tech­no­lo­gi­en sei da­nach ro­bust, „trotz­dem ar­bei­ten wir kon­ti­nu­ier­lich an Ver­bes­se­run­gen, si­cher­te De­gen­hart zu.

Dra­ma­ti­sche Ver­lus­te er­war­te er durch denVW-Skan­dal nicht. Die­sel­tech­no­lo­gi­en für den Au­to­bau­er mach­ten we­ni­ger als drei Pro­zent des Um­sat­zes aus. „Im schlimms­ten Fall – das wä­re das Aus für Die­sel – wür­de die­ser Wert auf null sin­ken“, so De­gen­hart, „aber zugleich dürf­te dann der An­teil von Ben­zi­nern stei­gen.“

Über ei­nen neu­en Haupt­stand­ort sei noch nicht ent­schie­den, be­schied der Kon­zern­chef ent­spre­chen­de Nach­fra­gen, der­zeit wür­den noch Mög­lich­kei­ten aus­ge­lo­tet, die neue Zen­tra­le „zu at­trak­ti­ven und ak­zep­ta­blen Be­din­gun­gen“zu po­si­tio­nie­ren. Da­bei ha­be Con­ti die vol­le re­gio­na­le Un­ter­stüt­zung und die des Lan­des, be­ton­te er.

Nach An­ga­ben von Fi­nanz­chef Wolf­gang Schä­fer dürf­te der Kon­zern 2015 rund 300 Mil­lio­nen­Eu­ro­b­rut­tod­urch­sin­ken­de Roh­stoff­prei­se ge­spart ha­ben. Der Um­satz im ers­ten Quar­tal 2016 stieg um knapp drei Pro­zent auf mehr als 9,8 Mil­li­ar­den Eu­ro. Das ope­ra­ti­ve Er­geb­nis er­reich­te 1,1 Mil­li­ar­den Eu­ro, was mehr 8,4 Pro­zent mehr war als im Vor­jah­res­ver­gleich. Die Ge­winn­span­ne lag be­rei­nigt bei 11,3 Pro­zent nach zu­vor 10,6 Pro­zent. Ge­naue Zah­len gibt es am 4. Mai.

Die po­li­ti­schen Vor­ga­ben für den Kli­ma­schutz wer­den zu Recht im­mer schär­fer.

Con­ti-Chef El­mar De­gen­hart

DAS KOH­LEN­DI­OXID MUSS WEG: Con­ti-Chef El­mar De­gen­hart kickt ges­tern 6ei der Haupt­ver­samm­lung in Han­no­ver ein sym6o­li­sches Koh­len­di­oxid-Mo­le­kül von der Büh­ne.

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