AfD-Vi­ze hetzt ge­gen Boateng

25 000 Fans bei auf der Ex­po-Pla­za. Wut und Hä­me über Gau­land-Satz So­gar Pe­try ent­schul­digt sich

Neue Presse - - VORDERSEIT­E -

BER­LIN. Mit um­strit­te­nen Äu­ße­run­gen über den deut­schen Na­tio­nal­spie­ler Jé­rô­me Boateng hat AfD-Vi­ze Alex­an­der Gau­land kurz vor Be­ginn der Fuß­ball-EM für brei­te Em­pö­rung ge­sorgt. Gau­land sag­te der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung“: „Die Leu­te fin­den ihn als Fuß­ball­spie­ler gut. Aber sie wol­len ei­nen Boateng nicht als Nach­barn ha­ben.“

Gau­land be­stritt ges­tern, die­se Äu­ße­rung ge­macht zu ha­ben, was die Zei­tung zu­rück­wies. Po­li­ti­ker al­ler an­de­ren Par­tei­en so­wie Fuß­ball­funk­tio­nä­re re­agier­ten em­pört. Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) sag­te im Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter: „Ein­fach nur ni­veau­los und in­ak­zep­ta­bel. Wer so re­det, ent­larvt sich selbst – und das nicht nur als schlech­ter Nach­bar.“CDU-Vi­ze Ju­lia Klöck­ner twit­ter­te: „Lie­ber Boateng als Gau­land als Nach­barn. Ty­pi­sches Mus­ter AfD: be­lei­di­gen, pro­vo­zie­ren – spä­ter dann re­la­ti­vie­ren.“Selbst die Par­tei­vor­sit­zen­de der AfD, Frau­ke Pe­try, ent­schul­dig­te sich bei Boateng. Der in Ber­lin ge­bo­re­ne Ki­cker ist Sohn ei­ner deut­schen Mut­ter und ei­nes gha­nai­schen Va­ters. Der 27-Jäh

Rl ri­ge ist Christ, hat sich un­ter an­de­rem die Jung­frau Ma­ria tä­to­wie­ren las­sen.

Erst in der ver­gan­ge­nen Wo­che hat­ten sich An­hän­ger der frem­den­feind­li­chen Pe­gi­da-Be­we­gung ab­schät­zig über Ju­gend­fo­tos der deut­schen Na­tio­nal­spie­ler auf Pa­ckun­gen der Kin­der­scho­ko­la­de ge­äu­ßert. Dar­auf auch zu se­hen: Jé­rô­me Boateng.

Im Fo­kus us Bo­do Krü­ger

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