Ein so­zi­al en­ga­gier­ter Deut­scher

Neue Presse - - NACHRICHTE­N -

Jé­rô­me Boateng ist ein Welt­klas­se-Ver­tei­di­ger. Aus der Na­tio­nal­elf ist er nicht mehr weg­zu­den­ken, auch ges­tern Abend spiel­te er im Team ge­gen die Slo­wa­kei. Aber auch ab­seits des Ra­sens setzt der Fuß­ball­pro­fi wich­ti­ge Zei­chen.

So­zia­les En­ga­ge­ment ist Boateng wich­tig. Der Ver­tei­di­ger des deut­schen Re­kord­meis­ters FC Bay­ern Mün­chen setzt sich ak­tu­ell un­ter an­de­rem für den Bau ei­nes Kin­der­zen­trums in Ber­lin- Trep­tow ein und ist bei der Deut­schen Kno­chen­mark­spen­der­da­tei im Kampf ge­gen Blut­krebs ak­tiv.

Boateng will et­was zu­rück­ge­ben. Der Welt­klas­se-Ab­wehr­spie­ler, Sohn ei­nes Gha­na­ers und ei­ner Deut­schen, ist in Ber­lin ge­bo­ren und auf­ge­wach­sen. Ein Graf­fi­to mit dem Ti­tel „Ge­wach­sen auf Be­ton“im Stadt­teil Wed­ding er­in­nert an sei­ne An­fän­ge auf dem Bolz­platz mit sei­nen äl­te­ren Halb­brü­dern Ke­vin- Prin­ce und Ge­or­ge. Über die Sta­tio­nen Ten­nis Bo­rus­sia Ber­lin, Her­tha BSC, Ham­bur­ger SV und Man­ches­ter Ci­ty lan­de­te der heu­te 27-Jäh­ri­ge 2011 in Mün­chen. Boateng spiel­te erst­mals in der U 17 für ei­ne deut­sche Ju­nio­ren­aus­wahl. Am 10. Ok­to­ber 2009 de­bü­tier­te er bei Joa­chim Löw im WM-Qua­li­fi­ka­ti­ons­spiel in Mos­kau beim 1:0-Sieg ge­gen Russ­land – bei sei­nem Ein­stand sah er al­ler­dings die gelb-ro­te Kar­te.

„Er hat sich in den letz­ten Jah­ren toll ent­wi­ckelt und ist ei­ne ab­so­lu­te Stüt­ze in un­se­rer Mann­schaft“, lob­te ein­mal Bay­ern Mün­chens Ka­pi­tän Phil­ipp Lahm den Va­ter der Zwil­ling­s­töch­ter So­ley und La­mia.

Ei­nen gro­ßen Traum hat Boateng: Ei­nes Ta­ges wür­de er ger­ne als Ka­pi­tän die deut­sche Na­tio­nal­mann­schaft aufs Feld füh­ren. „Es wä­re für mich schon et­was Be­son­de­res. Ich kom­me aus Ber­lin, ich ha­be ei­ne an­de­re Haut­far­be – es wür­de mich ein­fach stolz ma­chen“, sag­te er En­de 2015 in ei­nem In­ter­view mit der „Süd­deut­schen Zei­tung“.

SEI­NE HEI­MAT: Jé­rô­me Boateng über den Dä­chern von Ber­lin.

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