Fa­do-Kö­ni­gin bei Ma­sa­la im Pa­vil­lon

Neue Presse - - KULTUR -

HAN­NO­VER. Ih­re Stim­me zieht ei­nen so­fort in den Bann: vol­ler, war­mer Klang mit leicht rau­chi­gem Tim­bre. En­er­gie­ge­la­den, kraft­voll, in­ten­siv und mit viel Lei­den­schaft, In­nig­keit und Herz ihr Ge­sang: Gi­se­la João, der neue Stern am por­tu­gie­si­schen Fa­do-Him­mel, be­geis­tert im sehr gut ge­füll­ten Gro­ßen Saal im Pa­vil­lon.

Die jun­ge, preis­ge­krön­te Fa­dis­ta aus Lis­s­a­bon war mit ih­rem ex­zel­len­ten Akus­tik­t­rio bei Ma­sa­la. Und schon das ers­te Lied „Ma­dru­ga­da Sem So­no“(„Ta­ges­an­bruch oh­ne Schlaf“) er­zeug­te Gän­se­haut. Wie auch ihr „Meu Ami­go Es­tá Lon­ge“(„Mein Freund ist fern“): Ge­tra­ge­ne, me­lan­cho­li­sche, sehn­suchts­vol­le Lie­der, die ei­nen tief be­rüh­ren, ge­dank­lich weit weg­tra­gen und wär­mend um­hül­len.

Lä­chelnd be­grüß­te sie ih­re Fans, dar­un­ter vie­le ih­rer Lands­leu­te, auf Por­tu­gie­sisch. An­schlie­ßend plau­der­te sie (in Eng­lisch) mun­ter und un­be­fan­gen drauf­los, sprüh­te vor San­ges- und Le­bens­freu­de. Er­zähl­te Ge­schich­ten aus ih­rem Le­ben, über­setz­te die Lied­tex­te.

Nach ei­ni­gen Songs streif­te sie sich die High Heels ab, tanz­te bar­fuß. Mit ih­ren fin­ger­fer­ti­gen Mit­mu­si­kern har­mo­nier­te sie bes­tens, ob bei schwer­mü­ti­gen oder den fröhlich-schwung­vol­len bis schnel­len Lie­dern. Ein mit­rei­ßen­der Kon­zert­abend, der man­nig­fal­tig be­rühr­te und fas­zi­nier­te. Am En­de viel Ju­bel mit Fuß­ge­trap­pel. sei

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