Wer sich al­les um die Bom­be ge­küm­mert hat

Neue Presse - - HANNOVER -

LAN­gEN­HA­gEN. Ein biss­chen ros­tig war die fünf Zent­ner schwe­re US-ame­ri­ka­ni­sche Flie­ger­bom­be dann schon, als Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­ex­per­te Mar­cus Rausch sie ges­tern um 13.42 Uhr aus dem Bo­den des Flug­ha­fen­ge­län­des hol­te: „Der re­la­tiv dich­te Lehm­bo­den hat sie aber recht gut vor Sau­er­stoff ge­schützt“, er­klär­te Rausch. Die Bom­be zu ent­schär­fen sei da­her „nicht son­der­lich schwie­rig“ge­we­sen, füg­te er hin­zu.

Der zwei­te Bom­ben­ver­dacht hat­te sich kurz zu­vor als harm­lo­ses Me­tall­rohr ent­puppt. „Die Bom­be lag in rund fünf Me­tern Tie­fe“, er­klär­te ei­ne Flug­ha­fen­spre­che­rin, das Rohr lag nur halb so tief ver­gra­ben.

54 Flü­ge, da­von 28 Ab­flü­ge und 26 An­künf­te, wur­den auf an­de­re Flug­hä­fen um­ge­lei­tet. Tau­sen­de Flug­rei­sen­de wa­ren von der Sper­rung be­trof­fen, so­gar sie­ben Ge­fan­ge­ne aus der JVA Lan­gen­ha­gen muss­ten kurz­fris­tig in die JVA Han­no­ver um­zie­hen. Vie­le Ein­satz­kräf­te hal­fen mit: Die Jo­han­ni­ter Un­fall-Hil­fe mel­de­te 35 Hel­fer, die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Lan­gen­ha­gen 91, die Flug­ha­fen-Feu­er­wehr wei­te­re 50, die Bun­des­po­li­zei zwölf, die Lan­des-Po­li­zei noch mal 102 und 25 Men­schen ar­bei­te­ten im zen­tra­len Pla­nungs­stab. Nicht zu ver­ges­sen die zehn Ex­per­ten des Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­trupps, die sich für die Si­cher­heit al­ler an­de­ren am meis­ten in Ge­fahr be­ge­ben hat­ten. Und weil al­le so gut zu­sam­men­ge­ar­bei­tet hat­ten, war dann um 14.07 Uhr – ei­ne St­un­de und 53 Mi­nu­ten frü­her als ge­plant – Schluss mit der Sperr­zo­ne. tow

GUT ER­HAL­TEN: Die fünf Zent­ner schwe­re Flie­ger­bom­be ließ sich nach Aus­kunft der Ex­per­ten re­la­tiv ein­fach ent­schär­fen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.