Waspo vorm Un­ter­gang

1:2-Rück­stand im Halb­fi­na­le. Ex-Shark Schi­man­ski löst den Fall für Duis­burg.

Neue Presse - - SPORT - VON SI­MON LAN­GE

HaN­NO­VER. Tat­ort Volks­bad Lim­mer, ein Fall für Gil­bert Schi­man­ski. Der ge­bür­ti­ge Han­no­ve­ra­ner fand ges­tern die ent­schei­den­den Lö­sun­gen im Wasserball-Kri­mi – nur lei­der nicht für Waspo 98. Der ehe­ma­li­ge Whi­te Shark spielt mitt­ler­wei­le für den ASC Duis­burg und bal­ler­te sein Team zum 11:10. Die West­deut­schen füh­ren in der Play-of­fHalb­fi­nal-Se­rie jetzt mit 2:1 und be­nö­ti­gen am Mitt­woch (19 Uhr) nur noch ei­nen Heim­er­folg fürs End­spiel. Waspo hat­te am Sonn­abend mit dem 7:6 in Lim­mer die Se­rie zu­nächst aus­glei­chen kön­nen.

„Mei­ne gan­ze Fa­mi­lie war hier. Das war was Be­son­de­res, in mei­ne Hei­mat zu­rück­zu­kom­men – und na­tür­lich ei­ne heik­le Sa­che ge­gen Waspo“, sag­te der 21-jäh­ri­ge Schi­man­ski nach dem 11:10-Sieg im Fünf-Me­ter-Wer­fen ges­tern.

Schi­man­ski er­ziel­te für Duis­burg bei 6:8-Rück­stand zwei wich­ti­ge To­re, ret­te­te sein Team ins Fünf-Me­ter-Schie­ßen. Dort traf er auch noch zum vor­ent­schei­de­nen 11:10.

Un­be­greif­lich für Waspo, wie es über­haupt so­weit kom- men konn­te. 5:2 hat­te Han­no­ver zur Pau­se ge­führt. „Es ist mir ein kom­plet­tes Rät­sel, wie wir das noch her­ge­ben konnten“, sag­te Vier­fach-Tor­schüt­ze Erik Bu­kow­ski. „Wir ha­ben die Qua­li­tät nicht mehr ins Was­ser ge­bracht. Und das bei un­se­rer Er­fah­rung.“

Waspo ließ sich bei küh­len Au­ßen­tem­pe­ra­tu­ren (15 Grad) in der zwei­ten Hälf­te eis­kalt aus­kon­tern. Und Duis­burg lief im Was­ser (25 Grad) plötz­lich heiß. „Die la­gen schon in der Kis­te. Und wir ha­ben sie nicht zu­ge­macht“, ha­der­te Waspo-Trai­ner Kars­ten See­ha­fer. „Wir müs- sen uns echt an die ei­ge­ne Na­se pa­cken.“Waspo-Tor­ma­schi­ne Aleksan­dar Ra­do­vic wur­de hart ge­deckt, kam kaum zum Wurf. Auch Ge­burts­tags­kind Ma­rin Ban (wur­de 30) war kei­ne Ge­fahr für Duis­burg.

Und selbst der star­ke Tor­wart Ro­ger Kong konn­te die Plei­te nicht mehr ver­hin­dern. „Wir wa­ren uns nach dem 5:2 zu si­cher, ha­ben nicht mehr den Druck auf­ge­baut“, sag­te Kong, der beim Fünf-Me­ter-Schie­ßen mit­an­se­hen muss­te, wie den Waspo-Wer­fern drei­mal die Ner­ven flat­ter­ten. Erst traf Pe­re Ets­ra­ny nur die Lat­te, dann schei- ter­te Bu­kow­ski am Pfos­ten. Zum Schluss – nach Schi­mans­kis 11:10 – ver­sem­mel­te auch noch Pre­drag Jo­kic. „Das müs­sen wir jetzt ab­schüt­teln“, sag­te Kong. Ge­winnt Waspo am Mitt­woch, fin­det das ent­schei­den­de fünf­te Spiel am 11. Ju­ni (16.30 Uhr) wie­der in Han­no­ver im Volks­bad Lim­mer statt.

To­re beim 7:6 (2:1; 3:3; 2:2, 0:0) am Sonn­abend: Estra­ny 2, Schlot­ter­beck, Bu­kow­ski, Ra­do­vic, Jo­kic, Toth je 1. To­re beim 10:11 (3:2; 2:0; 2:4, 1:2; 2:3 nach Fünf-Me­ter-Schie­ßen) am Sonn­tag: Bu­kow­ski 4, Estra­ny 3, Ban, Schlot­ter­beck, Ra­do­vic 1. HaN­NO­VER. Die Was­ser­bal­le­rin­nen von Waspo 98 be­en­detn die Bun­des­li­ga-Sai­son auf Rang fünf. „Wir hät­ten gern das Halb­fi­na­le er­reicht, den­noch ist das ein ver­söhn­li­ches En­de“, so Co-Trai­ner Ralf Schuff. Den ETV Ham­burg schlug Waspo in der Plat­zie­rungs­run­de da­heim zwei­mal mit 8:5, hat­te in Ham­burg mit 7:11 ver­lo­ren.

Im ers­ten Du­ell wa­ren die Gast­ge­be­rin­nen noch ner­vös und la­gen zu­nächst mit 1:4 hin­ten, ges­tern tra­ten sie sou­ve­rä­ner auf. Waspo-To­re in bei­den Spie­len: Gel­se 7, Pa­land, Sar­now­ski, Hei­ne­mann, Ke­he je 2, Thie­le 1.

Zweit­li­gist SpVg Laat­zen schlug Hel­las 99 Hil­des­heim mit 8:7 (2:3, 2:1, 1:2, 3:1). Jens Möl­ler warf drei To­re. Wei­te­re SpVg-Tref­fer: Scherp 2 Hahn, Mül­ler, Rich­ter je 1. sdi

Fo­tos: Pe­trow

HIER JU­BELT DER FAL­SCHE: Duis­burgs Tor­wart Mo­ritz Schen­kel zeigt Mus­keln. Er hat gera­de den letz­ten Fünf-Me­ter-Wurf von Waspo-Star Pre­drag Jo­kic (rechts) ent­schärft. GE­NERVT: Was­pos Vier­fach-Tor­schüt­ze Erik Bu­kow­ski ve­ar­bei­tet die 10:11-Nie­der­la­ge...

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