Han­no­vers Sprin­ter top beim VfL-Ein­tracht-Mee­ting

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HaN­NO­VER. DieLo­kal­ma­ta­do­ren ha­ben das ge­hal­ten, was Mee­ting-Chef Pe­ter Ham­pe ver­spro­chen hat­te. „Wir ha­ben ei­ne Ver­schie­bung der Top­dis­zi­pli­nen zu den Sprints“, hat­te Ham­pe vor dem na­tio­na­len VfL-Ein­tracht-Mee­ting ge­meint. Und be­son­ders Alex­an­der Ju­retz­ko (VfL Ein­tracht) un­ter­mau­er­te das. Über 400 Me­ter sieg­te er in 46,66 Se­kun­den – die viert­bes­te Zeit in der ak­tu­el­len deut­schen Jah­res­bes­ten­lis­te. Nur die in den kühns­ten Träu­men er­hoff­te EM-Qua­li­fi­ka­ti­ons­zeit von 46,00 Se­kun­den er­reich­te Ju­retz­ko noch nicht.

Zwei­ter wur­de Ver­eins­kol­le­ge Jan­nik Reh­bein, der in 47,84 Se­kun­den die an­ge­peil­te DM-Qua­li­fi­ka- ti­on (48,10) schaff­te. Auch die 4x100-Me­ter-Staf­fel hat­te er als Schluss­läu­fer in 41,44 Se­kun­den auf Rang zwei in Han­no­ver und Platz vier in der deut­schen Rang­lis­te ge­führt.

Zu­vor war Ju­retz­ko mit sei­nem 100-Me­ter-Ren­nen aber nicht zu­frie­den ge­we­sen. In 10,79 Se­kun­den war er hin­ter dem Ham­bur­ger Micha­el Hart­mann (10,73) Zwei­ter ge­wor­den. „Der ist ei­ne Ma­schi­ne. Aber ich ha­be ver­lo­ren, weil mein Start schlecht war“, gab Ju­retz­ko zu. Drit­ter wur­de Alex­an­der Gla­ditz (Han­no­ver 96) in 10,81 Se­kun­den. Auch sein Start war schlecht, aber das hielt ihn nicht da­von ab, trotz Ge­gen­winds per­sön­li­che Best­zeit zu lau­fen. „Ist bei mir aber auch ein­fach, die 100-Me­ter-Zei­ten sind noch nicht so toll“, sag­te Gla­ditz, der über 400 Me­ter auf den Olym­pia-Zug auf­sprin­gen will.

Beim zwei­ten Ein­satz lief es bes­ser für Gla­ditz: 200-Me­ter-Sieg in 20,94 Se­kun­den. Sei­nen 400-Me­ter-Start spar­te sich Gla­ditz noch für das kom­men­de Wo­che­n­en­de in Re­gens­burg auf.

Eben­so konnten die Fans Ruth So­phia Spel­mey­er, Han­no­ve­ra­ne­rin im Tri­kot des VfL Ol­den­burg, be­wun­dern – auch wenn sie an­fangs noch et­was ge­knickt auf der Tri­bü­ne saß. Das lag aber am Vor­tag. Dort war Spel­mey­er in Des­sau über 400 Me­ter in 52,31 Se­kun­den zum Sieg ge­lau­fen – ge­nau ei­ne Hun­derts­tel­se­kun­de zu lang- sam, um die EM-Qua­li­fi­ka­ti­on zu schaf­fen. „Be­geis­tert war ich na­tür­lich nicht. Aber im­mer­hin war das das zweit­schnells­te Ren­nen mei­ner Kar­rie­re. Ich schaf­fe auch die Olym­pia-Qua­li von 52,20 Se­kun­den be­stimmt noch“, sag­te sie. In Han­no­ver trat sie nur über 100 Me­ter an und sieg­te in 12,09 Se­kun­den: „Ich muss­te ja was ma­chen, um mich zu be­we­gen.“

Ei­nen Rie­sen­satz mach­te auch Lau­ra Gläs­ner (VfL Ein­tracht). Über 100 Me­ter wur­de sie noch Drit­te (12,26), aber auf der 400-Me­ter-Hür­den-Run­de dreh­te sie kom­plett auf. 57,86 Se­kun­den be­deu­te­ten den Sieg und den Sprung von Platz elf auf zwei in der deut­schen Jah­res­rang­lis­te. ab­ro

Fo­to: Siel­ski

GUT UND SCHÖN: Ruth So­phia Spel­mey­er, Han­no­ve­ra­ne­rin im Tri­kot des VfL Ol­den­burg, sieg­te über 100 Me­ter in 12,09 Se­kun­den.

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