Mil­li­ar­den­pa­ket ge­gen Pfle­ge­not­stand

13 000 neue Stel­len in der Al­ten­pfle­ge. An­rei­ze für Kli­ni­ken.

Neue Presse - - NACHRICHTEN -

BER­LIN. Mehr Stel­len, at­trak­ti­ve­re Ar­beits­be­din­gun­gen, Hil­fen bei der Be­treu­ung zu Hau­se: Mit ei­nem Mil­li­ar­den­pa­ket will die Gro­ße Ko­ali­ti­on die Per­so­nal­not in der Pfle­ge lin­dern. Der Bun­des­tag be­schloss ein Ge­set­zes­vor­ha­ben von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn, das un­ter an­de­rem 13000 zu­sätz­li­che Stel­len in der Al­ten­pfle­ge vor­sieht. Da­mit wer­de das Ver­spre­chen an al­le Pfle­ge­kräf­te in Deutsch­land ein­ge­löst, ih­ren Be­rufs­all­tag kon­kret zu ver­bes­sern, sag­te der Cdu-po­li­ti­ker. In der Al­ten- und Kran­ken­pfle­ge sind rund 35 000 Stel­len für Fach­kräf­te und Hel­fer un­be­setzt.

Ab 1. Ja­nu­ar könn­ten Kran­ken­häu­ser und sta­tio­nä­re Ein­rich­tun­gen neu­es Pfle­ge­per­so­nal ein­stel­len, sag­te Spahn. Das Ge­setz sei „ein ganz wich­ti­ges Zei­chen für die Pfle­ge“, aber auch nur ein An­fang. Wei­te­re Schrit­te soll­ten fol­gen.

Da­mit in der Al­ten­pfle­ge in al­len 13 000 Ein­rich­tun­gen et­was an­kom­men kann, sol­len auch 13 000 neue Stel­len mög­lich ge­macht wer­den. Wie vie­le es kon­kret sind, hängt von der Grö­ße ab: Bei bis zu 40 Be­woh­nern soll es ei­ne hal­be Pfle­ge­stel­le ex­tra ge­ben, bei 41 bis 80 ei­ne Stel­le, bei 81 bis 120 Be­woh­nern 1,5 Stel­len und bei grö­ße­ren Ein­rich­tun­gen zwei Stel­len. Be­zah­len sol­len dies die ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­sen.

Für Kran­ken­häu­ser sol­len An­rei­ze kom­men. So sol­len die Kran­ken­kas­sen je­de auf­ge­stock­te Pfle­ge­stel­le künf­tig kom­plett be­zah­len. Ta­rif­stei­ge­run­gen für Pfle­ge­kräf­te be­kom­men die Kli­ni­ken eben­falls voll von den Kas­sen fi­nan­ziert.

Fo­to: dpa

DIE SI­TUA­TI­ON SOLL BES­SER WER­DEN: Zwei Pfle­ge­rin­nen schie­ben Pa­ti­en­ten mit Roll­stüh­len über ei­nen Flur.

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