Kri­tik an Die­sel­kom­pro­miss

Ver­brau­cher­schüt­zer be­kla­gen Un­gleich­be­hand­lung der Kun­den

Neue Presse - - NACHRICHTEN -

BER­LIN. Der Die­sel-kom­pro­miss der Bun­des­re­gie­rung mit der Au­to­in­dus­trie in­klu­si­ve mög­li­cher Hard­ware-nach­rüs­tun­gen stößt bei Um­welt- und Ver­brau­cher­schüt­zern auf Ent­täu­schung. Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) und Ver­tre­ter der Bran­che se­hen die Ei­ni­gung, die die Luft in den Städ­ten sau­be­rer ma­chen soll, da­ge­gen zu­min­dest als wich­ti­ges Etap­pen­ziel.

Der Chef des Bun­des­ver­ban­des der Ver­brau­cher­zen­tra­len, Klaus Mül­ler, sieht das Er­geb­nis mit ge­misch­ten Ge­füh­len. Der Ent­schluss von Volks­wa­gen und Daim­ler, Hard­ware-kos­ten zu über­neh­men, sei über­fäl­lig ge­we­sen. Aber das vor­lie­gen­de Pa­ket lau­fe auch auf ei­ne Un­gleich­be­hand­lung der Kun­den hin­aus: „Dass jetzt doch je­der Her­stel­ler sein ei­ge­nes Süpp­chen kocht und so­gar ei­ni­ge be­trof­fe­ne Die­sel­be­sit­zer ganz leer aus­ge­hen, ist nicht ver­mit­tel­bar.“

Noch deut­li­cher wur­de Ma­ri­on Tie­mann, Ver­kehrs­ex­per­tin von Gre­en­peace: „Der Die­sel­gip­fel hat nichts an­de­res als ei­nen fau­len Kom­pro­miss her­vor­ge­bracht. Die Au­to­bos­se wol­len mit Um­tausch­prä­mi­en an der Not der Die­sel­fah­rer wei­ter ver­die­nen und ver­wei­gern schnel­le Hard­ware-nach­rüs­tun­gen.“Nach Ein­schät­zung der Bran­che dürf­ten frü­hes­tens 2020 tech­nisch hin­rei­chen­de Nach­rüst­sät­ze ver­füg­bar sein.

24.178,74 (– 0,64 %) 2.665,94 (– 0,19 %) 11.101,07 (– 0,47 %) 1,1346 (– 0,68 %) 0,8705 (– 0,13 %)

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