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In ei­ner Ex­tra-Plenar­sit­zung vor der Som­mer­pau­se wird der Bun­des­tag über die Ehe­kri­se für al­le ab­stim­men. Die Bun­des­kanz­le­rin war in ei­nem In­ter­view vom strik­ten Nein ih­rer Par­tei ab­ge­rückt, weil Ehe­kri­sen doch »eher in Rich­tung Ge­wis­sens­ent­schei­dung« gin­gen. Die SPD setz­te die flot­te Par­la­ments­ab­stim­mung durch, ist seit­her völ­lig aus dem Häu­schen und will ih­ren Coup zum Haupt­wahl­kampf­the­ma ma­chen. Mit Grü­nen, FDP und Link­s­par­tei strei­tet sie dar­über, wer am längs­ten für die Ehe­kri­se für al­le ge­kämpft hat und ob die­se nun »über­fäl­lig« oder »längst über­fäl­lig« sei. Horst See­ho­fer be­zeich­ne­te den Vor­gang als »un­wür­dig«. Auch wenn ein­zel­ne Ab­ge­ord­ne­te sei­ner Par­tei für die Ehe­kri­se für al­le stim­men wür­den, blei­be die kri­sen­lo­se Ehe zwi­schen Mann und Frau das Leit­bild der CSU. Die »Bild«-Zei­tung be­such­te das Paar, das die Kanz­le­rin »ge­dreht« hat: Bo­ris (49) und Lil­ly (41) wa­ren frü­her glück­lich. Nun nicht mehr. Lil­ly sag­te: »Bo­ris ist schon lan­ge ge­mein zu mir.«

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